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Taube

Die Taube gehört zu den ältesten domestizierten Vogelarten der Welt und lebt seit Tausenden von Jahren in unmittelbarer Nähe des Menschen. Ursprünglich stammt sie von der Felsentaube ab, die vor allem an Küsten und in felsigen Gebieten Europas, Asiens und Nordafrikas verbreitet war. Heute kennt man die Taube vor allem als Stadtbewohner: ein vertrautes Tier, das man auf Plätzen, in Parks und auf Gebäuden umherstreifen sieht. Tauben kommen in einer großen Vielfalt an Farben vor, von klassisch blaugrau mit schimmerndem Hals bis hin zu weiß, braun, schwarz oder sogar gescheckt. Dank ihrer Vielseitigkeit, ihres ausgeprägten Orientierungsvermögens und ihres ruhigen Charakters werden Tauben nicht nur als Stadttiere geschätzt, sondern auch als Ziervögel, Sporttauben oder Brieftauben gehalten.

Eigenschaften

Ursprungsland: Europa, Asien und Nordafrika
Auch bekannt als: Stadttaube, Brieftaube, Ringeltaube, Ziertaube
Körperbau: Kompakter, muskulöser Vogel mit runder Brust, kurzen Beinen und breiten Flügeln.
Farben und Felltypen: Von Natur aus blaugrau mit glänzenden Halsfedern. Domestizierte Tauben kommen in zahlreichen Farben vor, wie weiß, schwarz, braun, rot, gescheckt und in verschiedenen Mustern.
Gewicht: 200 - 400 g
Lebenserwartung: 6 – 20 Jahre
Gesundheitliche Risiken: Paramyxovirus, Paratyphus (Salmonellen), Kokzidiose, Wurmbefall, Atemwegserkrankungen, Blutmilben, Federmilben, Trichomonaden und Legenot.

Charakterprofil

Gesangsniveau
Sozialverhalten
Zahmheit
Verspielt
Lautstärke
Platzbedarf
Pflegeleichtigkeit
Für Anfänger geeignet

Herkunft der Taube

Die Haustaube stammt von der Felsentaube (Columba livia) ab, die ursprünglich in Europa, Asien und Nordafrika vorkam. Durch ihr ausgeprägtes Orientierungsvermögen, ihr soziales Verhalten und ihre hohe Anpassungsfähigkeit lebten Felsentauben schon früh in der Nähe menschlicher Siedlungen. Die Domestikation begann vor Tausenden von Jahren im Nahen Osten, als man entdeckte, dass Tauben selbst über große Entfernungen stets zu ihrem Heimatschlag zurückkehrten. Dadurch wurden sie schnell als natürliche Boten für Händler, Herrscher und später auch für das Militär eingesetzt. Über Jahrhunderte hinweg spielte die Taube eine wichtige Rolle in der Kommunikation, von militärischen Nachrichten bis zur Meldung von Schiffspositionen. Aus dieser Geschichte entstanden verschiedene Rassen, darunter die Brieftaube, die gezielt auf Geschwindigkeit und Ausdauer gezüchtet wurde. Die heutige Stadttaube ist letztlich ein Nachfahre dieser früher domestizierten Vögel.

Aussehen und Gesang

Tauben haben einen kompakten, kräftigen Körper mit runder Brust, kurzen Beinen und starken Flügeln, mit denen sie lange Strecken fliegen können. Sie besitzen einen kleinen Kopf mit weichem Schnabel und runden, ausdrucksstarken Augen. Die ursprüngliche Felsentaube ist blaugrau mit grünem und violettem Glanz am Hals, doch domestizierte Tauben kommen in zahlreichen Farben und Mustern vor, wie weiß, schwarz, rot, braun und gescheckt. Auch ihre Körperform kann stark variieren, insbesondere bei Ziertauben, die teilweise gekräuselte Federn, eine besondere Haltung oder einen auffälligen Schwanz haben. Im Gegensatz zu Singvögeln singen Tauben nicht; sie geben ein leises, rhythmisches Gurren von sich, das der Kommunikation innerhalb der Gruppe, dem Balzverhalten und der Revieranzeige dient. Dieses Geräusch ist tief, ruhig und wird in der Regel nicht als störend empfunden.

Alles über die Taube

Was frisst eine Taube?

Tauben sind von Natur aus Körnerfresser, das heißt, sie ernähren sich hauptsächlich von Getreide und Samen. In freier Wildbahn stellen sie sich eine abwechslungsreiche Nahrung zusammen, um alle notwendigen Nährstoffe aufzunehmen. Zu ihrer Nahrung gehören unter anderem Weizen, Gerste, Mais, Hafer, Hirse sowie Samen von Wildpflanzen und Gräsern. Diese bilden die Grundlage ihrer Energieversorgung, da die Kohlenhydrate im Getreide Tauben die nötige Kraft zum Fliegen und zum Warmhalten liefern.

Zusätzlich fressen Tauben in kleineren Mengen auch Grünfutter, wie junge Blätter, Grashalme und weiche Pflanzenteile. Diese liefern zusätzliche Vitamine und Ballaststoffe, die die allgemeine Gesundheit unterstützen. Für zusätzliches Eiweiß, insbesondere während des Wachstums oder der Brutzeit, nehmen Tauben gelegentlich auch kleine Insekten, Schnecken und Larven auf. Diese eiweißreichen Nahrungsbestandteile helfen bei der Entwicklung der Jungtiere und sind während der Mauser besonders wertvoll.

Ein wesentlicher Bestandteil der Taubenernährung ist Grit. Dieser besteht aus kleinen Steinchen und Mineralien wie Austernschalen, rotem Stein und Magenkiesel. Da Tauben keine Zähne haben, benötigen sie Grit, um die Nahrung im Muskelmagen zu zerkleinern. Außerdem liefert Grit wichtige Mineralstoffe, darunter Kalzium, das für starke Knochen und feste Eierschalen unerlässlich ist.

Ernährung gehaltener Tauben

Haustauben, Ziertauben und Brieftauben erhalten in der Regel eine ausgewogene Taubenmischung. Je nach Jahreszeit wird die Fütterung angepasst.

  • Mauser: für eine höhere Zufuhr von Eiweiß und Aminosäuren
  • Brutzeit: für zusätzliches Kalzium und mehr Energie
  • Wettkampfzeit bei Brieftauben: energiereiche Mischungen mit fetthaltigen Samen wie Sonnenblumenkernen oder Erdnüssen in kleinen Mengen

Viele Taubenhalter geben zusätzlich Nahrungsergänzungen wie Vitamine, Mineralstoffe, Bierhefe oder Kräutermischungen, um die Widerstandskraft zu unterstützen.

Was fressen Stadttauben?

Stadttauben fressen leider oft Essensreste, die von Menschen zurückgelassen werden – zum Beispiel Brot, Pommes oder andere Snacks. Diese Nahrung ist jedoch unzureichend und ungesund für Tauben, weil:

  • Brot zu wenige Nährstoffe enthält
  • Salz, Fett und Zucker schädlich sind
  • sie dadurch Mangelerscheinungen oder Verdauungsprobleme bekommen können

Deshalb ist es viel besser, wenn Sie Tauben in Ihrem Garten gezielt mit einer passenden Saatmischung versorgen, um sie auf gesunde Weise zu unterstützen.

Wie alt wird eine Taube?

Das Alter von Tauben variiert stark zwischen wild lebenden und gehaltenen Tieren:

Stadttauben werden in der Regel deutlich weniger alt als domestizierte Tauben – etwa 3 bis 6 Jahre. Das liegt an Fressfeinden und der begrenzten Qualität ihrer Nahrung.
Domestizierte Tauben hingegen erreichen durchschnittlich ein Alter von 10 bis 20 Jahren. Manche gut gepflegten Zier- oder Brieftauben können sogar 20 Jahre oder älter werden.

Wie nennt man ein Taubenbaby?

Ein junges Täubchen wird als „Nestling“ oder „Jungtaube“ bezeichnet. Neugeborene Tauben sind nahezu nackt, haben geschlossene Augen und sind vollständig auf ihre Eltern angewiesen. Durch die nährstoffreiche „Kropfmilch“, die von den Elterntieren produziert wird, wachsen sie sehr schnell heran.

Was ist eine Brieftaube und wie funktioniert die Taubenpost?

Eine Brieftaube ist eine Taube, die speziell auf Orientierungssinn, Schnelligkeit und Ausdauer gezüchtet und trainiert wurde. Diese Eigenschaften ermöglichen es der Taube, stets zu ihrem heimischen Schlag zurückzukehren – selbst über große Entfernungen hinweg. Früher wurden Nachrichten in kleinen Kapseln am Bein der Taube befestigt, und sie fand selbstständig den Weg nach Hause. So konnten wichtige Botschaften zwischen Städten, Armeen und Handelsposten übermittelt werden.

Wettflüge und Taubensport

Auch heute noch gibt es einen ausgeprägten Taubensport, bei dem Wettflüge mit sogenannten „Reisetauben“ oder „Flugtauben“ über teils mehrere Hundert Kilometer durchgeführt werden. Dabei werden folgende Aspekte bewertet:

  • Geschwindigkeit (welche Taube ist am schnellsten zurück im Heimatschlag)
  • Ausdauer (lange Strecken von über 1000 km)
  • Konstanz (regelmäßige Spitzenleistungen über viele Flüge hinweg)

Taubenzüchter, auch „Brieftaubenzüchter“ genannt, trainieren ihre Tauben sorgfältig, oft mit täglichen Trainingsflügen und speziell abgestimmtem Futter zur Unterstützung von Kondition und Regeneration. Die Wettkämpfe werden präzise dokumentiert, meist mit modernen Systemen wie elektronischen Fußringen.

Die Wettkampftaube ist also keine gewöhnliche Taube, sondern das Ergebnis jahrelanger Zucht, gezieltem Training und großem Fachwissen.

Wie lange brütet eine Taube?

Die Brutdauer von Tauben beträgt etwa 17 bis 19 Tage. Beide Elterntiere brüten abwechselnd:

  • Das Weibchen sitzt vor allem nachts auf dem Nest
  • Das Männchen übernimmt diese Aufgabe meist tagsüber

Nach dem Schlüpfen bleiben die Jungvögel noch mehrere Wochen von den Eltern abhängig, die sie anfangs mit sogenannter „Kropfmilch“ füttern – einer speziellen, sehr nährstoffreichen Substanz. Diese Milch ist keine Milch im Säugetiersinn, sondern ein weicher, quarkähnlicher Sekret, das in der Kropfwand sowohl des Männchens als auch des Weibchens gebildet wird.

Wichtige Merkmale der Kropfmilch:

  • Reich an Eiweißen und Fetten: wichtig für schnelles Wachstum
  • Enthält Antikörper: unterstützt das junge Immunsystem
  • Wird direkt in den Schnabel der Jungvögel hochgewürgt
  • Wird in den ersten 7–10 Lebenstagen verfüttert

In dieser Zeit wachsen junge Tauben extrem schnell. Sobald sie kräftiger werden, stellen die Eltern die Ernährung allmählich auf halbverdaute Körner um und später auf reguläre Nahrung.

 

Wie schnell kann eine Taube fliegen?

Tauben sind bekannt für ihre beeindruckende Fluggeschwindigkeit. Eine gut trainierte Brieftaube erreicht mühelos durchschnittlich 60 bis 80 km/h und bei günstigem Wind sogar bis zu 120 km/h. Darüber hinaus verfügen sie über eine außergewöhnliche Ausdauer und können lange Strecken zurücklegen, während sie gezielt den Weg nach Hause finden.

Sind Tauben für den Garten geeignet?

Manche Menschen füttern gerne Tauben im Garten, andere eher nicht. Achten Sie dabei auf folgende Punkte:

  • Tauben kehren gerne an Orte zurück, an denen viel Futter zu finden ist.
  • Sie fressen manchmal das Futter, das für kleinere Gartenvögel gedacht ist.
  • Es ist besser, eine gemischte Körnermischung für Gartenvögel in höher angebrachten Futtersilos anzubieten – so haben kleinere Vögel bessere Chancen.

Wer gezielt Tauben anlocken möchte, kann Getreide oder Taubenfutter an einem ruhigen Ort ausstreuen – dabei sollte man jedoch mögliche Belästigungen und die Nachbarn im Blick behalten.

Was macht ein Taubenzüchter?

Ein Taubenzüchter – auch „Brieftaubenzüchter“ genannt – ist jemand, der Tauben aus sportlichen, züchterischen oder hobbymäßigen Gründen hält und sich täglich um das Wohlbefinden und die Leistungen seiner Tiere kümmert. Dazu gehört die Fütterung, die Reinigung des Taubenschlags, die Gesundheitskontrolle sowie das Schaffen optimaler Lebensbedingungen mit guter Belüftung und ausreichend Platz. Ein Taubenzüchter beobachtet seine Tauben sehr genau, denn Veränderungen im Verhalten oder in der Kondition können viel über ihre Gesundheit oder Wettkampfform aussagen.

Auch das Training spielt eine zentrale Rolle. Für Wettflüge werden regelmäßig Übungsflüge durchgeführt, bei denen die Distanzen schrittweise erhöht werden, um die Kondition und den Orientierungssinn zu stärken. Die Fütterung wird häufig an die jeweilige Jahreszeit angepasst: energiereich in der Flugsaison, eiweißreich während der Mauser und ausgewogen in den Ruhephasen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt der Taubenzucht ist die gezielte Auswahl und Zucht geeigneter Tiere. Dabei achtet man auf Eigenschaften wie Schnelligkeit, Regenerationsfähigkeit und Charakter, um leistungsstarke Linien zu entwickeln.

So verbindet ein Taubenzüchter Fürsorge, Fachwissen und Leidenschaft in einer jahrhundertealten Tradition, die bis heute lebendig und in ständiger Weiterentwicklung ist.

Pflege und Unterbringung der Taube

Tauben benötigen viel Flugraum; ein gewöhnlicher Käfig ist daher nicht geeignet. Sie werden meist in einem Taubenschlag, einer geräumigen Voliere oder einem Gehege gehalten, in dem sie landen, klettern und sich frei bewegen können. Der Schlag sollte groß genug für kurze Flüge sein, gut belüftet, aber frei von Zugluft – und vor allem trocken, um gesundheitliche Probleme zu vermeiden. Ziertauben lassen sich gut in einer Außenvoliere halten, während Brieftauben und Sporttauben häufig in speziell ausgestatteten Schlägen mit Ausflugklappen untergebracht sind.

Ausstattung

Ein Taubenschlag sollte übersichtlich und leicht zu reinigen sein. Stabile Sitzbretter und Nistkästen bieten Ruhe- und Brutplätze, und Futter- sowie Trinknäpfe stehen idealerweise an möglichst sauberen Stellen. Eine Bodenschicht aus Holzspänen oder Granulatstreu hilft, den Schlag trocken zu halten. Ausreichender Nistraum beugt Stress unter den Paaren vor. Der Schlag sollte gut beleuchtet sein, ohne dass die Tauben direkter Sonneneinstrahlung oder Hitze ausgesetzt werden.

Pflege

Tauben benötigen täglich frisches Futter und sauberes Trinkwasser, ergänzt durch Grit und Mineralstoffe für eine gesunde Verdauung und stabile Knochen. Regelmäßige Reinigung ist wichtig, um Parasiten und Atemwegserkrankungen zu vermeiden. Achten Sie auf Veränderungen im Verhalten, im Appetit oder Gefieder – sie können auf gesundheitliche Probleme hinweisen. Tauben baden gern in sauberem Wasser; das unterstützt die Gefiederpflege und ihr allgemeines Wohlbefinden. Sporttauben benötigen darüber hinaus gezieltes Training und eine abgestimmte Ernährung, um in Topform zu bleiben. Für zusätzliche Unterstützung können Sie auch unsere Vogelapotheke nutzen.

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