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Papageienkrankheit bei Vögeln: Symptome, Ansteckung und Risiken für Menschen

Geschrieben von Mara | Dierenarts |

Die Papageienkrankheit ist eine ansteckende Krankheit, die nicht nur für Vögel, sondern auch für Menschen gefährlich sein kann. Die Krankheit ist auch als Psittakose oder Ornithose bekannt und wird durch das Bakterium Chlamydia psittaci verursacht. Da diese Krankheit vom Tier auf den Menschen übertragbar ist, wird die Papageienkrankheit ernst genommen. In Europa ist die Krankheit bei der Lebensmittel- und Warenaufsichtsbehörde meldepflichtig.

Wellensittich schaut in die Kamera

Was ist die Papageienkrankheit?

Die Papageienkrankheit ist eine bakterielle Infektion, die durch Chlamydia psittaci verursacht wird. Das Bakterium kommt vor allem bei Vögeln vor und kann Atemwegsprobleme und allgemeine Krankheitserscheinungen verursachen.

Der Name “Papageienkrankheit” ist etwas irreführend, denn nicht nur Papageien können sich infizieren.

Welche Vögel können infiziert werden?

Viele verschiedene Vogelarten können sich mit Chlamydia psittaci infizieren, darunter:

  • Papageien
  • Sittiche
  • Tauben
  • Hühner
  • Kanarienvögel
  • Volierenvögel
  • Greifvögel

Einige Vögel werden schwer krank, während andere kaum Symptome zeigen, das Bakterium aber dennoch verbreiten.

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Wie verbreitet sich die Papageienkrankheit?

Das Bakterium verbreitet sich vor allem über:

  • getrockneten Kot
  • Staubpartikel aus Federn
  • Nasen- und Augenausfluss
  • Flüssigkeit aus den Atemwegen

Eine Ansteckung entsteht häufig durch das Einatmen von kontaminiertem Staub.

Vögel können das Bakterium manchmal längere Zeit in sich tragen, ohne deutlich krank zu wirken.

Symptome der Papageienkrankheit bei Vögeln

Die Beschwerden bei Vögeln können je nach Vogelart und Schwere der Infektion stark variieren.

Häufige Symptome sind:

  • Teilnahmslosigkeit
  • verminderter Appetit
  • Abmagerung
  • aufgeplustertes Gefieder
  • Nasenausfluss
  • Augenentzündung
  • Durchfall
  • Atemprobleme

Einige Vögel sterben plötzlich, ohne dass zuvor eindeutige Symptome auftreten.

Ist die Papageienkrankheit für Menschen gefährlich?

Ja, die Papageienkrankheit ist eine Zoonose. Das bedeutet, dass die Krankheit vom Tier auf den Menschen übertragbar ist.

Beim Menschen kann eine Infektion Beschwerden verursachen wie:

  • Fieber
  • Kopfschmerzen
  • Muskelschmerzen
  • Husten
  • Atemnot
  • Lungenentzündung

Vor allem ältere Menschen, Menschen mit geschwächtem Immunsystem und Menschen, die intensiv mit Vögeln arbeiten, haben ein erhöhtes Risiko.

Meldepflicht in Europa

Die Papageienkrankheit ist in vielen Ländern Europas meldepflichtig. Das bedeutet, dass Infektionen der Lebensmittel- und Warenbehörde des jeweiligen Landes gemeldet werden müssen.

Dies geschieht, weil:

  • die Krankheit Risiken für die öffentliche Gesundheit mit sich bringt
  • eine Verbreitung zwischen Vögeln verhindert werden muss
  • weitere Infektionen schnell aufgespürt werden müssen

Ausbrüche in Europa im Jahr 2024

Die Papageienkrankheit erhielt zusätzliche Aufmerksamkeit, weil es zwischen Weihnachten 2023 und März 2024 mehrere Meldungen und Ausbrüche in verschiedenen europäischen Ländern gab. Unter anderem in Deutschland, Dänemark, Schweden, Österreich und den Niederlanden wurden Infektionen bei Menschen und Vögeln festgestellt. Dadurch rückten gute Hygiene und Aufmerksamkeit bei Vogelhaltern erneut in den Fokus.

Wie können Sie eine Ansteckung verhindern?

Gute Hygiene ist bei der Haltung von Vögeln sehr wichtig.

Wichtige Maßnahmen sind:

  • Käfige und Volieren regelmäßig reinigen
  • Staubbildung begrenzen
  • nach dem Kontakt mit Vögeln die Hände waschen
  • kranke Vögel getrennt halten
  • neue Vögel zunächst in Quarantäne setzen

Vermuten Sie, dass ein Vogel krank ist? Nehmen Sie dann Kontakt zu Ihrem Tierarzt auf, oder besser noch zu einem vogelkundigen Tierarzt.

Kann die Papageienkrankheit behandelt werden?

Ja, die Papageienkrankheit kann mit Antibiotika behandelt werden. Eine schnelle Diagnose ist jedoch wichtig, um eine Ausbreitung und schwere Krankheitsverläufe zu verhindern. Auch beim Menschen ist in der Regel eine Behandlung mit Antibiotika erforderlich.

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Über die Person

Mara van Brussel-Broere, Tierärztin bei Medpets

Absolventin der Tiermedizin für Kleintiere an der Universität Utrecht, bringt sie ihre Praxiserfahrung ein, um Kunden bei Medpets zu beraten und ihr Wissen weiterzugeben. Es ist ihr wichtig, Tierhalter umfassend über Gesundheit und Wohlbefinden ihrer Haustiere zu informieren.

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