Service
Warenkorb
Menu
Feiern Sie 18 Jahre Medpets mit Rabatten von bis zu 50 % auf Ihre Lieblingsprodukte! Mehr lesen

Die Zeckenzeit: Welche Zeckenarten gibt es?

Geschrieben von Mara | Dierenarts |

Es mag noch früh im Jahr erscheinen, doch die Zeckensaison hat bereits begonnen. Zecken werden aktiv, sobald die Temperatur über 7 Grad Celsius steigt. In Österreich ist dies ein wichtiges Signal, besonders aufmerksam zu sein, da Zecken hier weit verbreitet sind und gefährliche Krankheiten übertragen können.

Mann, Frau und Hund im Wald

Wann ist die Zeckenzeit in Österreich?

In Österreich sind Zecken in der Regel von März bis einschließlich Oktober aktiv. Durch milde Winter können Zecken jedoch bereits früh im Frühjahr aktiv sein und manchmal sogar im Winter bei milden Temperaturen. Besonders in waldreichen Gebieten, auf Wiesen und in bergigen Regionen ist das Risiko für Zecken hoch.

Welche Zeckenarten kommen in Österreich vor?

Die wichtigsten Zeckenarten in Österreich sind:

  • Ixodes ricinus (Schafzecke / Holzbock)
  • Dermacentor reticulatus (Auwaldzecke)
  • Rhipicephalus sanguineus (Braune Hundezecke) (vereinzelt)
  • Hyalomma-Zecke (tropische Riesenzecke) (selten)

Darüber hinaus kommen auch weniger bekannte Arten vor, wie die Igelzecke (Ixodes hexagonus) und die Taubenzecke (Argas reflexus).

Ixodes ricinus (Schafzecke)

Ixodes ricinus ist die am häufigsten vorkommende und wichtigste Zeckenart in Österreich.

Sie finden diese Zecke vor allem in:

  • Wäldern und Berggebieten
  • Graslandschaften und Wiesen
  • Parks und Gärten

Diese Zecke ist verantwortlich für die Übertragung wichtiger Krankheiten, darunter:

In Österreich ist das Risiko für sowohl Lyme-Borreliose als auch FSME eindeutig gegeben.

Dermacentor reticulatus (Auwaldzecke)

Diese Zecke kommt ebenfalls in Österreich vor und lebt vor allem in:

  • feuchten Graslandschaften
  • Flussuferbereichen
  • Naturschutzgebieten

Sie kann auch bei niedrigeren Temperaturen aktiv sein und spielt eine wichtige Rolle bei der Übertragung von Babesiose (Hundemalaria). Dermacentor-Zecken sind größer und besser sichtbar als die Schafzecke.

Rhipicephalus sanguineus (Braune Hundezecke)

Die Braune Hundezecke kommt in Österreich seltener vor, kann jedoch durch reisende Hunde eingeschleppt werden.

Diese Zecke ist besonders, da sie:

  • in Innenräumen überleben kann
  • sich in Zwingern und Wohnungen vermehren kann
  • das ganze Jahr über aktiv bleiben kann

Sie kann Krankheiten übertragen wie:

  • Babesiose
  • Ehrlichiose
  • Anaplasmose
  • Hepatozoonose
  • Filariose

Hyalomma-Zecke (tropische Riesenzecke)

Die Hyalomma-Zecke ist eine große, auffällige Zeckenart aus wärmeren Regionen. In Österreich wird diese Zecke gelegentlich gefunden, meist über Zugvögel eingeschleppt. Sie kann sich aktiv fortbewegen und jagt ihren Wirt.

Diese Zecke kann potenziell gefährliche Krankheiten übertragen, wie:

  • Krim-Kongo-Hämorrhagisches Fieber (CCHF)
  • Rickettsiose

Schutz gegen Zecken

Warum sind Zecken in Österreich besonders relevant?

Zecken sind überall lästig, doch in Österreich stellen sie ein höheres Gesundheitsrisiko dar als in vielen anderen westeuropäischen Ländern.

Das liegt daran, dass:

  • Lyme-Borreliose häufig vorkommt
  • TBE (FSME) endemisch ist und regelmäßig auftritt
  • die Zeckendichte in Naturgebieten oft hoch ist

Welche Krankheiten können Zecken übertragen?

Zecken können auch für den Menschen gefährlich sein. Es handelt sich dann um dieselben Arten, die auch Hunden gefährlich werden können.

Bei Hunden:

  • Lyme-Borreliose
  • Babesiose
  • Ehrlichiose
  • Anaplasmose
  • TBE (seltener, aber möglich)

Bei Menschen:

  • Lyme-Borreliose
  • Frühsommer-Meningoenzephalitis (TBE / FSME)
  • In seltenen Fällen andere Infektionen

TBE in Österreich: ein wichtiges Risiko

Frühsommer-Meningoenzephalitis (TBE), auch bekannt als FSME, ist in Österreich eine bedeutende und häufig vorkommende durch Zecken übertragene Krankheit. Das Virus kann durch einen Zeckenstich übertragen werden und zu einer Entzündung des Gehirns und der Hirnhäute führen. Dies kann schwerwiegende Folgen haben.

Österreich gehört zu den Ländern in Europa mit dem höchsten TBE-Risiko. Daher gilt:

  • Es gibt ausgewiesene Risikogebiete in nahezu dem gesamten Land
  • Eine Impfung wird für Einwohner und Reisende dringend empfohlen
  • Die Impfquote in Österreich ist vergleichsweise hoch

Reisen Sie nach Österreich oder halten Sie sich dort länger auf? Dann ist es sinnvoll, sich über eine TBE-Impfung beraten zu lassen.

Schützen Sie sich und Ihre Haustiere vor Zecken

Ein guter Schutz ist in Österreich besonders wichtig.

Für Ihr Haustier:

  • Verwenden Sie zuverlässige Floh- und Zeckenschutzmittel
  • Achten Sie besonders bei Spaziergängen in Wald und Natur

Für Sie selbst:

  • Tragen Sie lange Kleidung
  • Stecken Sie die Hosenbeine in die Socken
  • Verwenden Sie Insektenschutzmittel mit DEET

Kontrollieren Sie sich und Ihr Tier nach jedem Spaziergang sorgfältig auf Zecken. Entfernen Sie eine Zecke so schnell wie möglich.

In Österreich sind vor allem die Schafzecke (Ixodes ricinus) und die Auwaldzecke (Dermacentor reticulatus) von Bedeutung. Aufgrund des höheren Risikos für Lyme-Borreliose und TBE ist es besonders wichtig, aufmerksam zu sein und geeignete vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen.

Haben Sie Fragen zu Zecken bei Ihrem Haustier? Kontaktieren Sie uns gerne unter tierarzt@medpets.at.

Häufig gestellte Fragen zu Zecken

Welche gefährlichen Krankheiten können Zecken auf Hunde übertragen?

Zu den Krankheiten, die Hunde durch Zecken bekommen können, gehören:

  • Lyme-Krankheit (Lyme-Borreliose)
  • Durch Zecken übertragene Enzephalitis (Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME))
  • Babesien (Hundemalaria)
  • Ehrlichien
  • Anaplasmen

Welche gefährliche Zeckenarten gibt er in Österreich?

In Österreich kommen mehrere Zeckenarten vor, die Krankheiten auf Mensch und Tier übertragen können. Die wichtigsten (und potenziell gefährlichen) sind:

  • Ixodes ricinus (gemeiner Holzbock)
    Die am häufigsten vorkommende Zecke in Deutschland. Sie kann unter anderem Lyme-Borreliose, FSME und Anaplasmose übertragen.
  • Dermacentor reticulatus (Auwaldzecke)
    Kommt immer häufiger vor und ist auch bei niedrigeren Temperaturen aktiv. Wichtig aufgrund der Übertragung von Babesiose bei Hunden.
  • Rhipicephalus sanguineus (braune Hundezecke)
    Weniger verbreitet, aber besonders, da sie auch in Innenräumen überleben kann. Kann Krankheiten wie Ehrlichiose, Babesiose und Anaplasmose übertragen.
  • Hyalomma-Zecke (tropische Riesenzecke)
    Noch keine etablierte Art, wird jedoch gelegentlich über Zugvögel eingeschleppt. Kann potenziell schwere Krankheiten übertragen, wie das Krim-Kongo-Hämorrhagische Fieber.

Die wichtigsten Risiken in Österreich gehen daher vor allem von Ixodes ricinus (für Mensch und Tier) und Dermacentor reticulatus (für Hunde) aus, während die anderen Arten ein eher gelegentliches, aber potenziell ernstes Risiko darstellen.

Wie viele Zeckenarten gibt es?

Weltweit gibt es etwa 900 Zeckenarten.

Diese werden grob in drei Gruppen unterteilt:

  • Harte Zecken (Ixodidae): mit Abstand die größte Gruppe (ca. 700 Arten)
  • Weiche Zecken (Argasidae): etwa 200 Arten
  • Nuttalliellidae: eine sehr seltene, kleine Gruppe mit nur 1 bekannten Art

Nicht alle Zeckenarten sind gefährlich. Nur eine relativ kleine Anzahl von Arten spielt eine Rolle bei der Übertragung von Krankheiten auf Menschen und Tiere.

In Europa (und somit auch in Deutschland) handelt es sich hauptsächlich um eine Handvoll wichtiger Arten, wie Ixodes ricinus und Dermacentor reticulatus.

Melden Sie sich für unseren Newsletter an

Lesen Sie auch unsere anderen Blogs

Mehr Tipps
image (20)

Über die Person

Mara van Brussel-Broere, Tierärztin bei Medpets

Absolventin der Tiermedizin für Kleintiere an der Universität Utrecht, bringt sie ihre Praxiserfahrung ein, um Kunden bei Medpets zu beraten und ihr Wissen weiterzugeben. Es ist ihr wichtig, Tierhalter umfassend über Gesundheit und Wohlbefinden ihrer Haustiere zu informieren.

Lesen Sie mehr über Mara