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Die Weilsche Krankheit bei Hunden

Geschrieben von Mara |

Die Weilsche Krankheit ist eine schwere und oft lebensbedrohliche Infektionskrankheit bei Hunden. Sie wird durch Bakterien verursacht und kann ohne schnelle Behandlung erhebliche Schäden an Organen wie den Nieren und der Leber verursachen. In diesem Blog erfahren Sie, was die Weilsche Krankheit ist, wie sich Hunde anstecken, welche Symptome auftreten können und wie Sie dieser Erkrankung vorbeugen können.

Hundehalter mit Hund auf einem Steg

Was ist die Weilsche Krankheit?

Die Weilsche Krankheit ist eine Infektion mit Leptospira-Bakterien und wird auch als Leptospirose bezeichnet. Diese Bakterien kommen weltweit vor und können sowohl Tiere als auch Menschen infizieren. Es handelt sich also um eine Zoonose, eine Krankheit, die vom Tier auf den Menschen übertragen werden kann.

Bei Hunden kann Leptospirose zu schweren Schäden führen an:

  • den Nieren
  • der Leber
  • manchmal auch an Lunge und Nervensystem

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Wie infiziert sich ein Hund mit der Weilschen Krankheit?

Hunde infizieren sich durch Kontakt mit dem Urin infizierter Tiere wie Ratten, Mäuse und andere Wildtiere. Die Bakterien können in feuchten Umgebungen über längere Zeit überleben.

Eine Ansteckung kann erfolgen durch:

  • Trinken aus Pfützen, Gräben oder stehendem Wasser
  • Schwimmen in kontaminiertem Wasser
  • Kontakt von Schleimhäuten oder kleinen Wunden mit infiziertem Urin oder Wasser
  • Ablecken nasser Oberflächen

Vor allem Hunde, die viel draußen sind, schwimmen oder sich häufig in waldreichen Gebieten aufhalten, haben ein erhöhtes Risiko.

Symptome der Weilschen Krankheit bei Hunden

Die Symptome können stark variieren und sind anfangs manchmal unspezifisch. Mögliche Anzeichen sind:

  • Müdigkeit und Teilnahmslosigkeit
  • Fieber
  • verminderter Appetit
  • Erbrechen und Durchfall
  • vermehrtes oder vermindertes Trinken und Urinieren
  • Gelbfärbung der Schleimhäute und Augen (Gelbsucht)
  • Blutungen oder Blut im Urin
  • Atemnot

Nicht jeder Hund zeigt alle Symptome. Die Erkrankung kann sich schnell entwickeln und einen schweren Verlauf nehmen.

Diagnostik der Weilschen Krankheit

Bei Verdacht auf die Weilsche Krankheit wird die Tierärztin oder der Tierarzt weitere Untersuchungen durchführen, wie:

  • Blutuntersuchungen (Leber- und Nierenwerte)
  • Urinuntersuchung
  • spezielle Tests zum Nachweis von Leptospira-Bakterien oder Antikörpern

Eine frühzeitige Diagnose ist entscheidend, um die Heilungschancen zu verbessern.

Behandlung eines Hundes mit Leptospirose

Die Behandlung besteht in der Regel aus:

  • Antibiotika zur Bekämpfung der Bakterien
  • Infusionstherapie bei Dehydrierung oder Nierenversagen
  • Unterstützung von Leber und Nieren
  • gegebenenfalls einem stationären Aufenthalt in der Tierklinik

Je früher die Behandlung beginnt, desto besser sind die Aussichten.

Prognose

Die Prognose hängt ab von:

  • dem Zeitpunkt der Diagnosestellung
  • dem Ausmaß der Organschäden
  • dem allgemeinen Gesundheitszustand des Hundes

Einige Hunde erholen sich vollständig, bei anderen können bleibende Schäden an Nieren oder Leber zurückbleiben. In schweren Fällen kann die Weilsche Krankheit leider tödlich verlaufen.

Leptospirose beim Menschen

Leptospirose stellt nicht nur für Hunde, sondern auch für Menschen ein Risiko dar. Als Zoonose kann die Krankheit vom Tier auf den Menschen übertragen werden, zum Beispiel durch Kontakt mit infiziertem Urin oder kontaminiertem Wasser über Hautwunden oder Schleimhäute von Augen, Nase oder Mund.

Beim Menschen reichen die Symptome von milden grippeähnlichen Beschwerden wie Fieber, Muskel- und Kopfschmerzen bis hin zu schweren Erkrankungen mit Leber- oder Nierenversagen und Gelbsucht. Besonders gefährdet sind Hundebesitzer, Wassersportler und Personen mit beruflichem Tier- oder Wasserkontakt.

Gute Hygiene ist daher sehr wichtig. Vermeiden Sie den Kontakt mit möglicherweise kontaminiertem Wasser, tragen Sie Handschuhe beim Reinigen von Urinstellen und waschen Sie Ihre Hände gründlich. Die Impfung von Hunden schützt nicht nur den Hund selbst, sondern reduziert auch das Risiko einer Übertragung auf den Menschen.

Prävention: Impfung gegen die Weilsche Krankheit

Der beste Schutz vor der Weilschen Krankheit ist die Impfung. Der Impfstoff schützt gegen die häufigsten Leptospira-Varianten in Deutschland.

Da der Schutz maximal ein Jahr anhält, ist eine jährliche Auffrischung notwendig. Besonders Hunde, die viel draußen sind oder Kontakt mit stehendem Wasser haben, profitieren davon. Der Impfschutz gegen die Weilsche Krankheit kann nicht mittels Titerbestimmung überprüft werden.

Mehr über Impfungen bei Hunden erfahren Sie in unserem Blog Jährliche Impfung beim Hund.

Die Weilsche Krankheit ist eine ernste Erkrankung, die nicht unterschätzt werden darf. Eine rechtzeitige Erkennung, schnelle Behandlung und vor allem die Prävention durch Impfung sind entscheidend, um Ihren Hund zu schützen. Haben Sie den Verdacht, dass Ihr Hund infiziert sein könnte, wenden Sie sich immer umgehend an Ihre Tierärztin oder Ihren Tierarzt.

 

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Über die Person

Mara van Brussel-Broere, Tierärztin bei Medpets

Absolventin der Tiermedizin für Kleintiere an der Universität Utrecht, bringt sie ihre Praxiserfahrung ein, um Kunden bei Medpets zu beraten und ihr Wissen weiterzugeben. Es ist ihr wichtig, Tierhalter umfassend über Gesundheit und Wohlbefinden ihrer Haustiere zu informieren.

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