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Trockene Augen beim Hund: Alles über KCS (Keratoconjunctivitis sicca)

Geschrieben von Mara |

Leidet Ihr Hund regelmäßig unter geröteten oder gereizten Augen, dickflüssigem Augenausfluss oder scheint er die Augen ständig zusammenzukneifen? Dann könnten trockene Augen eine mögliche Ursache sein. Eine häufige Erkrankung, bei der die Augen nicht genügend Tränenflüssigkeit produzieren, heißt Keratoconjunctivitis sicca (KCS). Ohne ausreichend Tränenflüssigkeit kann die Augenoberfläche geschädigt werden. Daher ist es wichtig, trockene Augen bei Ihrem Hund rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln.

Labradoodle schaut am Strand in die Kamera

Was ist KCS bei Hunden?

KCS steht für Keratoconjunctivitis sicca und wird auch als Trockenes-Auge-Syndrom bezeichnet. Bei KCS produzieren eine oder mehrere Tränendrüsen nicht genügend Tränenflüssigkeit.

Tränen sind wichtiger, als Sie vielleicht denken. Sie halten die Hornhaut feucht, versorgen sie mit Nährstoffen und helfen dabei, Schmutz und Mikroorganismen von der Augenoberfläche zu entfernen. Wenn zu wenig Tränenflüssigkeit vorhanden ist, können die Bindehaut und die Hornhaut gereizt werden und sich entzünden.

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Woran erkennen Sie trockene Augen bei Ihrem Hund?

Ein Hund mit trockenen Augen kann verschiedene Beschwerden haben. Häufig sind gerötete, gereizte Augen und ein dickflüssiger, schleimiger oder gelbgrüner Augenausfluss zu sehen. Ihr Hund kann häufiger blinzeln, die Augen zusammenkneifen oder mit einer Pfote über das Auge reiben. Außerdem kann die Augenoberfläche trocken oder glanzlos aussehen.

Bei einer lang anhaltenden KCS kann die Hornhaut geschädigt werden. Es können beispielsweise Geschwüre, Narbengewebe und Pigmentierungen entstehen, wodurch letztlich auch die Sehkraft nachlassen kann.

Gerötete Augen und Augenausfluss können jedoch viele verschiedene Ursachen haben. Lesen Sie dazu auch unseren Blogbeitrag über entzündete Augen bei Hunden.

Wodurch entsteht KCS bei Hunden?

KCS kann verschiedene Ursachen haben. Bei Hunden ist eine Abwehrreaktion gegen das körpereigene Tränendrüsengewebe eine wichtige Ursache. Dabei greift das Immunsystem die Tränendrüsen an, sodass diese immer weniger Tränenflüssigkeit produzieren.

Einige Hunderassen haben eine erhöhte Veranlagung für KCS. Darüber hinaus können bestimmte Arzneimittel, Nervenschädigungen, Infektionen oder andere Erkrankungen eine Rolle spielen. Manchmal lässt sich keine eindeutige zugrunde liegende Ursache feststellen.

Wie wird KCS diagnostiziert?

Vermuten Sie, dass Ihr Hund trockene Augen hat? Lassen Sie seine Augen dann von einem Tierarzt untersuchen. Das Auge lediglich anzusehen, reicht nicht aus, um KCS mit Sicherheit festzustellen.

Der Tierarzt kann einen Schirmer-Tränentest (STT) durchführen. Dabei wird ein kleiner Teststreifen unter das untere Augenlid gelegt, um etwa eine Minute lang zu messen, wie viel Tränenflüssigkeit das Auge produziert.

Zusätzlich kann die Hornhaut mit Fluorescein angefärbt werden, um sie auf Schäden oder ein Hornhautgeschwür zu untersuchen. Abhängig von den Beschwerden können weitere Augenuntersuchungen erforderlich sein.

Wie werden trockene Augen beim Hund behandelt?

Die Behandlung hängt von der Ursache und dem Schweregrad der KCS ab. Häufig sind Medikamente erforderlich, die die Tränenproduktion anregen und die Entzündungsreaktion in den Tränendrüsen hemmen. Dafür kann der Tierarzt beispielsweise Augenmedikamente mit Ciclosporin oder Tacrolimus verschreiben.

Zusätzlich werden häufig künstliche Tränen oder befeuchtende Augenprodukte verwendet, um die Augenoberfläche feucht zu halten. Produkte mit beispielsweise Hyaluronsäure können helfen, das Auge zu befeuchten und die Tränenflüssigkeit länger auf der Augenoberfläche zu halten.

KCS ist häufig eine chronische Erkrankung. Das bedeutet, dass in der Regel eine langfristige und manchmal lebenslange Behandlung erforderlich ist. Setzen Sie die verschriebenen Augenmedikamente daher nicht ab, sobald die Augen wieder gesund aussehen, es sei denn, Ihr Tierarzt empfiehlt dies.

Augenpflege bei einem Hund mit trockenen Augen

Zusätzlich zur Behandlung durch den Tierarzt können Sie die Augen Ihres Hundes zu Hause gut pflegen. Eingetrockneten Ausfluss rund um das Auge können Sie vorsichtig mit einem dafür geeigneten Augenreinigungsprodukt entfernen. Befeuchtende Augentropfen oder künstliche Tränen können ebenfalls dazu beitragen, trockene Augen angenehmer zu machen.

In unserer Kategorie Augenpflege für Hunde finden Sie verschiedene Produkte zur Reinigung und Pflege der Augen.

Verwenden Sie bei Augenproblemen nicht einfach Augentropfen für Menschen. Einige Produkte enthalten Inhaltsstoffe oder Arzneimittel, die für Ihren Hund nicht geeignet sind. Bei KCS ist außerdem häufig mehr als nur eine Befeuchtung erforderlich.

Kann KCS bei einem Hund geheilt werden?

Das hängt von der Ursache ab. Bei der häufigsten, immunvermittelten Form ist KCS in der Regel eine chronische Erkrankung, die nicht dauerhaft geheilt werden kann. Mit der richtigen Behandlung lassen sich die Beschwerden jedoch häufig gut kontrollieren und weitere Schäden am Auge verhindern.

Daher sind regelmäßige Kontrollen wichtig. Mit einem Schirmer-Tränentest kann Ihr Tierarzt überprüfen, ob sich die Tränenproduktion ausreichend verbessert, und die Behandlung bei Bedarf anpassen.

Wann sollten Sie zum Tierarzt gehen?

Wenden Sie sich bei Augenproblemen lieber früher als später an Ihren Tierarzt. Besonders wenn Ihr Hund offensichtlich Schmerzen hat, das Auge zusammenkneift, viel daran reibt, die Hornhaut trüb wird oder starker gelbgrüner Ausfluss vorhanden ist, ist eine schnelle Untersuchung wichtig. Eine Schädigung der Hornhaut kann sich nämlich schnell verschlimmern.

Hat Ihr Hund immer wieder gerötete oder entzündete Augen? Dann ist es ebenfalls sinnvoll, untersuchen zu lassen, ob eine unzureichende Tränenproduktion dabei eine Rolle spielt.

Häufig gestellte Fragen zu trockenen Augen und KCS bei Hunden

Was ist KCS bei einem Hund?

KCS steht für Keratoconjunctivitis sicca. Bei dieser Erkrankung produzieren die Tränendrüsen nicht genügend Tränenflüssigkeit, wodurch die Augenoberfläche austrocknet und gereizt werden oder sich entzünden kann.

Wie erkennen Sie, ob Ihr Hund trockene Augen hat?

Mögliche Symptome sind gerötete Augen, dickflüssiger oder schleimiger Augenausfluss, häufiges Blinzeln, Zusammenkneifen der Augen und eine trocken oder glanzlos aussehende Augenoberfläche. Der Tierarzt kann mit einem Schirmer-Tränentest messen, ob Ihr Hund tatsächlich zu wenig Tränenflüssigkeit produziert.

Was können Sie gegen trockene Augen bei einem Hund tun?

Lassen Sie zunächst von einem Tierarzt feststellen, warum die Augen trocken sind. Bei KCS sind häufig Medikamente erforderlich, um die Tränenproduktion anzuregen und die Entzündungsreaktion zu hemmen. Künstliche Tränen oder andere befeuchtende Augenprodukte können ergänzend verwendet werden, um das Auge feucht zu halten.

Kann ich bei meinem Hund künstliche Tränen anwenden?

Es gibt befeuchtende Augenprodukte, die für Hunde geeignet sind und als künstliche Tränen verwendet werden können. Bei Verdacht auf KCS ist es wichtig, zunächst einen Tierarzt zu konsultieren. Künstliche Tränen befeuchten das Auge, behandeln jedoch nicht immer die zugrunde liegende Ursache der verminderten Tränenproduktion.

Ist KCS für einen Hund schmerzhaft?

Ja, KCS kann sehr unangenehm und schmerzhaft sein. Eine trockene Hornhaut wird gereizt und kann geschädigt werden. Hunde können deshalb das Auge zusammenkneifen, häufig blinzeln oder versuchen, am Auge zu reiben. Eine rechtzeitige Behandlung trägt dazu bei, das Auge angenehm zu halten und Komplikationen zu verhindern.

Ist KCS bei Hunden ansteckend?

KCS selbst ist nicht ansteckend. Die häufigste Form entsteht dadurch, dass das Immunsystem die körpereigenen Tränendrüsen angreift. Andere Hunde können sich daher nicht bei Ihrem Hund mit dieser Form von KCS anstecken.

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Über die Person

Mara van Brussel-Broere, Tierärztin bei Medpets

Absolventin der Tiermedizin für Kleintiere an der Universität Utrecht, bringt sie ihre Praxiserfahrung ein, um Kunden bei Medpets zu beraten und ihr Wissen weiterzugeben. Es ist ihr wichtig, Tierhalter umfassend über Gesundheit und Wohlbefinden ihrer Haustiere zu informieren.

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