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Wie helfen Sie Ihrem Pferd, sich von einer Verletzung zu erholen?

Geschrieben von Mara | Dierenarts |

Eine Verletzung bei Ihrem Pferd ist immer ärgerlich, egal ob Sie ein engagierter Sportreiter sind oder eher freizeitmäßig reiten. Dennoch gilt für beide Gruppen dasselbe: Eine gute Rehabilitation ist entscheidend. Zu früh wieder anzufangen oder die Genesung zu unterschätzen erhöht das Risiko von wiederkehrenden Beschwerden oder sogar dauerhaften Schäden. Mit dem richtigen Ansatz geben Sie Ihrem Pferd die beste Chance auf eine vollständige und nachhaltige Genesung.

Frau umarmt weißes Pferd auf der Weide

Ruhe ist wichtig, aber nicht die ganze Geschichte

Nach einer Verletzung ist Ruhe oft der erste Schritt. Besonders bei Sehnen- und Muskelverletzungen ist es wichtig, weitere Schäden zu vermeiden. Ruhe bedeutet jedoch nicht, dass ein Pferd langfristig ohne Plan stillstehen sollte.

Kontrollierte Bewegung ist ein wichtiger Bestandteil der Genesung. Denken Sie an Führarbeit im Schritt oder später einen langsamen Aufbau unter dem Sattel. Bewegung fördert die Durchblutung und hilft dem Gewebe, stärker und funktioneller zu heilen.

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Schrittweiser Aufbau mit einem Rehabilitationsplan

Ein gutes Rehabilitationsprogramm beginnt mit einem klaren Plan. Diesen erstellen Sie nicht allein, sondern in Zusammenarbeit mit Fachleuten wie einem Tierarzt, Physiotherapeuten oder Chiropraktiker. Eine korrekte Diagnose durch den Tierarzt ist dabei entscheidend, da sie die Grundlage für einen passenden und effektiven Rehabilitationsplan bildet.

Ein Tierarzt überwacht häufig den medizinischen Aspekt und den Verlauf der Genesung, während ein Physiotherapeut oder Chiropraktiker sich auf Bewegung, Muskelarbeit und mögliche Kompensationen im Körper konzentriert. Durch diese Zusammenarbeit erhalten Sie ein vollständigeres Bild davon, was Ihr Pferd benötigt.

Ein Rehabilitationsplan dreht sich um Balance. Zu wenig Belastung verlangsamt die Genesung, aber zu viel oder zu schneller Aufbau führt zu Rückfällen. Deshalb wird oft mit einem schrittweisen Schema gearbeitet, bei dem Dauer und Intensität langsam gesteigert werden.

Bei Sportpferden liegt der Fokus oft auf der Rückkehr zur Leistung, während Freizeitpferde möglicherweise weniger intensiv belastet werden. Dennoch sollte Rehabilitation in beiden Fällen ernst genommen werden. Auch ein Freizeitpferd kann dauerhafte Schäden erleiden, wenn die Genesung nicht gut begleitet wird.

Der Verlauf der Rehabilitation

Ein gutes Rehabilitationsprogramm besteht in der Regel aus verschiedenen aufeinanderfolgenden Phasen. Zu Beginn liegt der Fokus auf der Reduzierung von Schmerzen und Entzündungen. Danach wird an der Wiederherstellung der Beweglichkeit gearbeitet. Anschließend verlagert sich der Schwerpunkt auf den Aufbau von Kraft und Rumpfstabilität, was entscheidend ist, damit der Körper wieder richtig funktioniert. Danach wird die Kondition weiter aufgebaut und schließlich wird auf die Optimierung der Leistung hingearbeitet, passend zum Niveau des Pferdes.

Eine Methode, die immer häufiger eingesetzt wird, ist das Aquatraining, beispielsweise auf einem Wasserlaufband. Durch den Auftrieb des Wassers wird der Körper entlastet, während Muskeln und Gelenke dennoch aktiv genutzt werden. Dies macht es zu einer sicheren Möglichkeit, Bewegung und Muskelaufbau zu fördern, insbesondere bei Sehnen- und Gelenkverletzungen. Aquatraining kann daher eine wertvolle Ergänzung im Rehabilitationsprozess sein, sofern es gut auf das Stadium der Genesung abgestimmt ist.

Der Rehabilitationsplan wird regelmäßig überprüft und angepasst, je nachdem wie Ihr Pferd reagiert. Jedes Pferd erholt sich in seinem eigenen Tempo. Durch sorgfältige Beobachtung vermeiden Sie sowohl einen zu schnellen als auch einen zu vorsichtigen Aufbau.

Betrachten Sie das ganze Pferd

Eine Verletzung steht selten für sich allein. Häufig spielen mehrere Faktoren eine Rolle, wie Training, Untergrund, Hufbalance oder Muskulatur. Während der Rehabilitation ist es daher wichtig, das Gesamtbild zu betrachten.

Hat Ihr Pferd beispielsweise Kompensationsverhalten entwickelt? Ist die Muskulatur noch im Gleichgewicht? Und wie ist die allgemeine Kondition? Indem Sie diese Faktoren berücksichtigen, verhindern Sie, dass dieselbe Verletzung erneut auftritt.

Ernährung und Unterstützung während der Genesung

Während der Genesung benötigt der Körper zusätzliche Nährstoffe. Proteine, Mineralstoffe und Antioxidantien spielen eine wichtige Rolle beim Aufbau von Muskeln, Sehnen und Bindegewebe.

Nahrungsergänzungsmittel können hierbei unterstützend wirken, insbesondere bei längerer oder intensiver Rehabilitation. Denken Sie an Produkte zur Unterstützung der Muskelerholung, Durchblutung und des Bindegewebes.

Die Rolle von Ergänzungsfuttermitteln

Neben klassischen Nährstoffen werden auch Kräuter häufig während der Rehabilitation eingesetzt. Einige Kräuter können den Körper in Erholungsprozessen unterstützen.

Diese Kräuter werden oft in Ergänzungsfuttermitteln kombiniert, um den Körper auf mehreren Ebenen zu unterstützen. Beispiele sind Bockshornklee, Ingwer, Astragalus und Süßholz. Produkte, die unterstützen können, sind Groene Os Muskelunterstützung Pferd & Pony und Sensipharm Smooth Locomotion Pferd.

Geduld und Konsequenz machen den Unterschied

Der wichtigste Bestandteil der Rehabilitation ist wahrscheinlich Geduld. Die Heilung von Sehnen und Muskeln braucht Zeit, oft Wochen bis Monate. Es kann verlockend sein, schneller vorzugehen, wenn Ihr Pferd sich besser zu fühlen scheint, doch gerade dann ist Vorsicht geboten.

Konsequentes Arbeiten nach Plan, genaue Beobachtung und rechtzeitige Anpassungen führen letztlich zum besten Ergebnis.

Egal ob Sportpferd oder Freizeitpferd, eine Verletzung erfordert einen durchdachten und ernsthaften Ansatz. Ruhe, kontrollierte Bewegung, ein schrittweiser Aufbau und Unterstützung durch Ernährung und Ergänzungen bilden gemeinsam die Grundlage der Genesung.

Mit Blick auf das gesamte Pferd und etwas Geduld erhöhen Sie die Chance, dass Ihr Pferd nicht nur gesund wird, sondern auch wieder stark und beweglich in die Arbeit zurückkehrt.

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Über die Person

Mara van Brussel-Broere, Tierärztin bei Medpets

Absolventin der Tiermedizin für Kleintiere an der Universität Utrecht, bringt sie ihre Praxiserfahrung ein, um Kunden bei Medpets zu beraten und ihr Wissen weiterzugeben. Es ist ihr wichtig, Tierhalter umfassend über Gesundheit und Wohlbefinden ihrer Haustiere zu informieren.

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