Sichere Bewegung auf nassem oder rutschigem Untergrund
Regen, Schlamm und nasses Laub können den Boden ziemlich rutschig machen. Passen Sie Ihr Training daher immer an die jeweiligen Bedingungen an:
- Vermeiden Sie auf rutschigem Untergrund enge Wendungen, plötzliche Tempowechsel und hohe Geschwindigkeiten.
- Wählen Sie lieber ein ruhiges Tempo und einen Untergrund, auf dem Ihr Pferd ausreichend Halt findet.
Möchten Sie ausreiten? Achten Sie dann besonders auf nasses Laub, schlammige Wegränder und rutschige Straßenabschnitte. Auch eine gute Hufpflege ist in dieser Jahreszeit wichtig. Möchten Sie mehr über die Pflege der Hufe und des Fells im Herbst erfahren? Lesen Sie dann auch unseren Blog über die Fell- und Hufpflege Ihres Pferdes im Herbst.
Nicht nur Regen, sondern auch Wind kann einen Ausritt anspruchsvoller machen. Bewegende Äste, herumwirbelndes Laub und unerwartete Geräusche können zusätzliche Reize verursachen. Berücksichtigen Sie dies bei der Wahl Ihrer Route und passen Sie Ihr Tempo an die Wetterbedingungen an.
Sorgen Sie dafür, dass Sie und Ihr Pferd gut sichtbar sind
Durch die kürzeren Tage steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Sie in der Dämmerung oder bei Dunkelheit unterwegs sind. Auch tagsüber kann die Sicht durch Regen, Nebel oder Bewölkung eingeschränkt sein. Sorgen Sie deshalb dafür, dass sowohl Sie als auch Ihr Pferd für andere Verkehrsteilnehmer gut sichtbar sind.
Sie können die Sichtbarkeit beispielsweise mit folgenden Hilfsmitteln verbessern:
- Eine reflektierende oder fluoreszierende Jacke beziehungsweise Weste für den Reiter
- Eine reflektierende Ausreitdecke
- Reflektierende Gamaschen oder Bänder für die Pferdebeine. Durch die Bewegung der Beine fallen diese besonders gut auf
- Ein reflektierender Brustgurt
- Reflektierende Bänder am Zaumzeug oder Schweif
- Geeignete Beleuchtung, wenn Sie bei Dunkelheit oder schlechter Sicht auf öffentlichen Straßen unterwegs sind
Kombinieren Sie nach Möglichkeit verschiedene Maßnahmen zur Verbesserung der Sichtbarkeit. So können andere Verkehrsteilnehmer sowohl Sie als auch die Silhouette und Bewegungen Ihres Pferdes besser erkennen.
Was ist gesetzlich vorgeschrieben?
Sind Sie in Österreich mit Ihrem Pferd auf öffentlichen Straßen unterwegs? Bei Dämmerung, Dunkelheit, starkem Nebel oder anderen schlechten Sichtverhältnissen müssen Reiter auf der Fahrbahn für eine ausreichende Beleuchtung sorgen, sofern die vorhandene Beleuchtung nicht ausreicht. Gemäß § 79 Abs. 3 der österreichischen Straßenverkehrsordnung (StVO) müssen Reiter in diesen Situationen durch hell leuchtende Laternen auf der linken Seite gekennzeichnet sein. Reflektierende Kleidung und Materialien verbessern zusätzlich die Sichtbarkeit von Ihnen und Ihrem Pferd, ersetzen jedoch nicht die gesetzlich vorgeschriebene Beleuchtung.
Informieren Sie sich vor einem Ausritt über die geltenden Verkehrsregeln und mögliche örtliche Vorschriften.
Ein verschwitztes Pferd nach dem Training
Durch das dichtere Herbst- oder Winterfell kann Ihr Pferd beim Training schneller ins Schwitzen geraten und anschließend länger brauchen, um wieder trocken zu werden. Nehmen Sie sich deshalb ausreichend Zeit für ein gutes Cool-down. Lassen Sie Ihr Pferd in Ruhe im Schritt gehen, damit sich Atmung und Körpertemperatur allmählich normalisieren können.
Ist Ihr Pferd nach dem Training noch verschwitzt? Eine Abschwitz- oder Fleecedecke kann das Trocknen unterstützen und verhindern, dass Ihr Pferd zu schnell auskühlt. Achten Sie darauf, dass das Fell ausreichend trocknen kann, bevor Sie Ihr Pferd wieder nach draußen bringen oder ihm eine dickere Decke auflegen.
Hat Ihr Pferd ein besonders dichtes Winterfell und schwitzt es beim Training regelmäßig stark? Dann können Sie eventuell in Erwägung ziehen, es zu scheren. In unserem Blog „Pferde im Herbst: Fellpflege und Hufpflege“ erfahren Sie mehr darüber.
Die Kondition im Herbst und Winter erhalten
Im Herbst und Winter kann es vorkommen, dass Sie seltener oder weniger intensiv trainieren können. Versuchen Sie, große Unterschiede in der Belastung zu vermeiden. Ein Pferd, das sich unter der Woche wenig bewegt und am Wochenende plötzlich ein anstrengendes Training absolviert, wird auf einmal deutlich stärker belastet.
Versuchen Sie deshalb, die Bewegung möglichst gleichmäßig über die Woche zu verteilen. Ist das Training aufgrund des Wetters oder der Bodenverhältnisse vorübergehend nicht möglich? Nehmen Sie das Training anschließend langsam wieder auf und steigern Sie Dauer und Intensität schrittweise.
Gemeinsam aktiv durch den Herbst
Regen, Wind und kürzere Tage müssen nicht bedeuten, dass Sie und Ihr Pferd auf Bewegung verzichten müssen. Indem Sie Ihr Training an das Wetter und die Bodenverhältnisse anpassen, auf eine gute Sichtbarkeit achten und sich ausreichend Zeit für das Cool-down nehmen, können Sie auch im Herbst sicher und verantwortungsvoll aktiv bleiben.