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Mauke bei Pferden: Ursachen und Behandlung

Geschrieben von Mara |

Mauke bei Pferden ist eine häufige, aber oft hartnäckige Hauterkrankung. Mauke ist ein Sammelbegriff für verschiedene Formen von Hautreizungen und Entzündungen an den unteren Gliedmaßen, insbesondere in der Fesselbeuge. Die Erkrankung tritt vor allem im Spätsommer und Herbst auf, wenn nasse und schlammige Bedingungen die Haut zusätzlich belasten. Auch wenn Mauke manchmal harmlos aussieht, kann sie sich zu einer ernsthaften und chronischen Hauterkrankung entwickeln. In schweren Fällen kann ein Pferd sogar lahm werden. Mauke ist nicht ansteckend für andere Pferde, erfordert jedoch eine sorgfältige und konsequente Behandlung.

Pferd auf einer Heidelandschaft

Was ist Mauke genau?

Bei Mauke ist die Haut in der Fesselbeuge geschädigt und entzündet. Ein Pferd mit Mauke zeigt häufig:

  • kleine Wunden
  • Risse
  • Krusten
  • Rötungen und Schwellungen

Die Hautbarriere ist gestört, wodurch Bakterien, Pilze oder Milben leichter eindringen und die Beschwerden aufrechterhalten können.

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Was verursacht Mauke bei Pferden?

Mauke entsteht meist durch eine Kombination mehrerer Faktoren. Die wichtigsten Ursachen sind:

  • Feuchtigkeit und Schlamm: Dauerhaft nasse Beine weichen die Haut auf und machen sie anfälliger für Verletzungen.
  • Bakterien und Pilze: Sobald die Hautbarriere geschädigt ist, können Mikroorganismen Entzündungen verursachen.
  • Milben: Besonders bei Kaltblütern mit starkem Behang können Milben maukeähnliche Symptome verschlimmern.
  • Mechanische Reizung: Schlamm, Sand oder scheuernde Haare können kleine Hautverletzungen verursachen.
  • Geschwächtes Immunsystem: Pferde mit verminderter Widerstandskraft sind anfälliger für Mauke.

Symptome der Mauke

Die Symptome der Mauke können von mild bis schwer variieren:

  • Rötungen in der Fesselbeuge
  • Schuppen und Krustenbildung
  • Risse und schmerzhafte Wunden
  • Schwellung des Unterbeins
  • Wärme und Druckempfindlichkeit
  • Lahmheit in schweren Fällen

Ohne Behandlung kann Mauke chronisch werden und sich ausbreiten. Es kann sich Narbengewebe mit verdickter Haut bilden, das Schmerzen verursacht. Daher ist eine frühzeitige Behandlung sehr wichtig.

Erhöhtes Risiko bei Pferden mit weißer Haut in der Fesselbeuge

Pferde mit weißer Haut in der Fesselbeuge haben ein erhöhtes Risiko, Mauke zu entwickeln. Helle Haut enthält weniger Pigment und ist daher empfindlicher gegenüber Sonnenlicht. Bei starker Sonneneinstrahlung kann es schneller zu Sonnenbrand kommen, was die Haut reizt und die Hautbarriere schädigt. Diese geschädigte Haut bietet Bakterien und Pilzen einen idealen Eintrittspunkt.

Zusätzlich reagiert weiße Haut häufig empfindlicher auf Feuchtigkeit, Schlamm und Reinigungsprodukte. Bei diesen Pferden ist es besonders wichtig, die Fesselbeugen vor dauerhafter Nässe, intensiver Sonneneinstrahlung und aggressiven Pflegeprodukten zu schützen. Eine rechtzeitige Pflege und vorbeugende Maßnahmen können helfen, Mauke zu verhindern oder zu begrenzen.

Behandlung von Mauke

Die Behandlung von Mauke hängt von der Schwere und der Ursache ab, besteht jedoch meist aus mehreren Schritten.

1. Reinigung

  • Reinigen Sie die betroffene Stelle vorsichtig
  • Verwenden Sie lauwarmes Wasser und ein mildes, desinfizierendes Shampoo
  • Vermeiden Sie übermäßiges Waschen, da dies die Haut weiter austrocknen kann

2. Trocknen

  • Trocknen Sie die Fesselbeuge nach dem Waschen immer gründlich ab
  • Lassen Sie nasse Beine niemals in einer kalten oder feuchten Umgebung an der Luft trocknen

3. Pflege

Verwenden Sie ein pflegendes Produkt, das:

  • die Haut schützt
  • Bakterien und Pilze hemmt
  • die Regeneration der Hautbarriere unterstützt

Geeignete Pflegeprodukte finden Sie auf unserer Seite Mauke bei Pferden.

4. Behandlung der zugrunde liegenden Ursachen

  • Kontrolle auf Milben
  • Anpassung der Stall- und Weidebedingungen

Bei schwerer oder anhaltender Mauke sollten Sie immer eine Tierärztin oder einen Tierarzt konsultieren.

Wie kann man Mauke bei Pferden vorbeugen?

Vorbeugen ist besser als heilen, insbesondere bei einer so hartnäckigen Erkrankung.

  • Halten Sie die Beine möglichst trocken und sauber
  • Kürzen Sie den Behang, um die Haut besser kontrollieren und pflegen zu können
  • Vermeiden Sie langes Stehen in Schlamm oder nassen Paddocks
  • Sorgen Sie für einen sauberen und trockenen Stall
  • Bürsten Sie die Beine vorsichtig und vermeiden Sie Hautverletzungen
  • Seien Sie im Herbst und Winter besonders aufmerksam

Ernährung und Unterstützung von innen

Neben der äußeren Pflege spielt auch die innere Gesundheit eine wichtige Rolle bei Mauke.

  • Unterstützung der Abwehrkräfte: Eine gute allgemeine Widerstandskraft hilft dem Pferd, Hautprobleme besser zu überwinden und vorzubeugen.
  • Ausgeglichene Darmflora: Die Darmgesundheit hat direkten Einfluss auf das Immunsystem. Ergänzungsfuttermittel können helfen, die Darmflora im Gleichgewicht zu halten.
  • Ausscheidung von Abfallstoffen: Werden Abfallstoffe nicht ausreichend ausgeschieden, kann sich dies über die Haut zeigen. Eine Unterstützung von Leber und Nieren kann dabei helfen.
  • Zucker reduzieren: Ein zu hoher Zucker- und Stärkegehalt im Futter kann Entzündungen verstärken. Begrenzen Sie daher zuckerreiches Kraftfutter, energiereiches Gras und melassehaltige Produkte.

Mauke bei Pferden ist eine unangenehme und oft wiederkehrende Hauterkrankung, die eine konsequente Vorgehensweise erfordert. Durch frühzeitiges Handeln, gute Pflege sowie Aufmerksamkeit für Ernährung und Immunsystem lässt sich das Risiko einer chronischen Mauke deutlich verringern.

Kehrt die Mauke trotz Behandlung immer wieder zurück oder verschlimmert sie sich, wenden Sie sich bitte stets an Ihre Tierärztin oder Ihren Tierarzt für weitere Untersuchungen und Beratung.

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Über die Person

Mara van Brussel-Broere, Tierärztin bei Medpets

Absolventin der Tiermedizin für Kleintiere an der Universität Utrecht, bringt sie ihre Praxiserfahrung ein, um Kunden bei Medpets zu beraten und ihr Wissen weiterzugeben. Es ist ihr wichtig, Tierhalter umfassend über Gesundheit und Wohlbefinden ihrer Haustiere zu informieren.

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