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Gouldamadine

Die Gouldamadine, auch Goulds Amadine genannt, ist ein farbenprächtiger Prachtfink, der für seine auffälligen Farben und sein ruhiges Wesen bekannt ist. Dieser kleine tropische Vogel gehört zur Familie der Prachtfinken und stammt ursprünglich aus Nordaustralien. In freier Wildbahn leben Gouldamadinen in offenen Graslandschaften und Savannen, wo sie in Gruppen auf der Suche nach Samen und Wasser umherziehen. Dank ihrer lebhaften Farben und ihres eleganten Erscheinungsbildes gehören sie weltweit zu den beliebtesten Volierenvögeln. Trotz ihres prächtigen Aussehens sind Gouldamadinen ruhige und etwas zurückhaltende Vögel. Sie sind weniger auf Menschen ausgerichtet als beispielsweise Sittiche oder Papageien und fühlen sich in Gesellschaft von Artgenossen am wohlsten. Gouldamadinen werden vor allem wegen ihres natürlichen Verhaltens, ihrer wunderschönen Farben und ihrer sanften, angenehmen Laute gehalten.

Gouldamadine

Eigenschaften

Ursprungsland: Nordaustralien
Körperbau: Kleiner, schlanker Körper mit einem kurzen, kegelförmigen Schnabel, der zum Schälen von Samen geeignet ist. Der Schwanz ist relativ kurz und die Beine sind fein gebaut.
Farben und Felltypen: In freier Wildbahn kommen Gouldamadinen mit schwarzem, rotem oder gelbem Kopf vor. Die Brust ist violett, der Bauch gelb und der Rücken grün. Durch gezielte Zucht gibt es zudem zahlreiche Farbmutationen, darunter Blau, Silber, Weißbrust und Pastell.
Gewicht: 12 - 16 g
Lebenserwartung: 5 - 8 Jahre
Gesundheitliche Risiken: Atemwegsinfektionen, Parasiten, Fettleibigkeit bei falscher Ernährung, Kalziummangel während der Zucht sowie Empfindlichkeit gegenüber Stress und plötzlichen Temperaturschwankungen.

Charakterprofil

Gesangsniveau
Sozialverhalten
Zahmheit
Verspieltheit
Lautstärke
Pflegeleichtigkeit
Platzbedarf
Für Anfänger geeignet

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Die Herkunft der Gouldamadine

Die Gouldamadine stammt aus den tropischen Savannen Nordaustraliens. Dort leben diese Vögel in lockeren Gruppen, die je nach Jahreszeit zwischen Nahrungs- und Wasserquellen umherziehen. Ihr Lebensraum besteht aus offenen Graslandschaften mit vereinzelten Bäumen und Sträuchern, wo sie vor allem Grassamen fressen. Die Gouldamadine wurde Mitte des neunzehnten Jahrhunderts vom britischen Ornithologen John Gould beschrieben, der den Vogel nach seiner Frau Elizabeth Gould benannte. In der Natur ist die Gouldamadine heute seltener anzutreffen als früher. Der Verlust von Lebensräumen, Veränderungen der Landschaft und natürliche Faktoren haben zu einem Rückgang der Wildpopulation geführt. Daher steht die Art in Australien unter Schutz.

Aussehen und Gesang

Die Gouldamadine gilt als einer der farbenprächtigsten Singvögel der Welt. Ausgewachsene Vögel sind etwa 13 bis 15 Zentimeter lang und haben einen schlanken Körperbau. Ihr auffälliges Gefieder besteht aus leuchtenden Farben, die klar voneinander abgegrenzt sind. Der Kopf kann rot, schwarz oder gelb sein, während die Brust violett, der Bauch gelb und der Rücken grün ist. Während der Brutzeit verändert der Schnabel seine Farbe und wird dann häufig auffallend heller. Männchen sind in der Regel etwas intensiver gefärbt als Weibchen, wobei die Unterschiede relativ gering sind. Durch jahrelange Zucht sind zahlreiche Farbvarianten entstanden, die von der natürlichen Wildfarbe abweichen.

Obwohl Gouldamadinen zu den Singvögeln gehören, tragen sie keinen ausgeprägten Gesang wie Kanarienvögel vor. Männchen lassen einen sanften, melodischen Gesang hören, wenn sie versuchen, eine Partnerin anzulocken, während beide Geschlechter hauptsächlich leise Pieps- und Kontaktrufe von sich geben. Dadurch gehören Gouldamadinen zu den ruhigeren Vogelarten und eignen sich für Liebhaber einer stillen Voliere.

Alles über die Gouldamadine

Wie alt kann eine Gouldamadine werden?

Eine Gouldamadine wird durchschnittlich 5 bis 8 Jahre alt. Bei optimaler Pflege, einer ausgewogenen Ernährung und einer guten Unterbringung können einige Vögel ein höheres Alter erreichen. Faktoren wie Ernährung, Hygiene, Stress, Temperatur und vorbeugende Gesundheitsvorsorge spielen eine wichtige Rolle für die Lebenserwartung.

Warum sitzt meine Gouldamadine aufgeplustert da?

Eine Gouldamadine, die über längere Zeit aufgeplustert dasitzt, wenig aktiv ist oder ihr Gefieder sträubt, kann krank sein. Vögel verbergen Krankheitsanzeichen häufig so lange wie möglich. Daher ist es wichtig, auch subtile Verhaltensänderungen wahrzunehmen. Aufgeplustertes Sitzen kann unter anderem auf eine Infektion, einen Parasitenbefall, Unterkühlung oder eine allgemeine Schwächung hinweisen.

Sitzt eine Gouldamadine längere Zeit aufgeplustert da, frisst sie weniger oder zeigt sie auffälligen Kot oder eine veränderte Atmung? Wenden Sie sich dann so schnell wie möglich an einen Tierarzt.

Kann man eine Gouldamadine allein halten?

Gouldamadinen sind soziale Vögel, die in der Natur fast immer in Gruppen leben. Daher sollten sie vorzugsweise mit einem oder mehreren Artgenossen gehalten werden. Einzeln gehaltene Vögel können Stress erleben und weniger natürliches Verhalten zeigen.

Ein Paar oder eine kleine Gruppe bietet die Möglichkeit, natürliches Sozialverhalten auszuleben. Bei der Gruppenhaltung ist es wichtig, ausreichend Platz, mehrere Sitzplätze sowie mehrere Futter- und Trinkstellen bereitzustellen, um Konkurrenz untereinander zu begrenzen.

Können Gouldamadinen im Freien gehalten werden?

Gouldamadinen sind ursprünglich tropische Vögel und vertragen niedrige Temperaturen weniger gut als viele andere Volierenvögel. Sie können in einer Außenvoliere gehalten werden, sofern diese über ein gut isoliertes und frostfreies Schutzhaus verfügt, in dem die Temperatur auch im Winter ausreichend hoch bleibt. Schutz vor Zugluft, Regen und starken Temperaturschwankungen ist dabei unerlässlich.

Werden Gouldamadinen im Haus gehalten, sollten Sie für eine stabile Umgebungstemperatur sorgen und plötzliche Temperaturunterschiede vermeiden. Eine ruhige, zugluftfreie Umgebung trägt zu ihrer Gesundheit und ihrem Wohlbefinden bei.

Was fressen Gouldamadinen am liebsten?

Gouldamadinen sind von Natur aus Körnerfresser. In freier Wildbahn fressen sie hauptsächlich reife und halbreife Grassamen, die während der Brutzeit durch kleine Insekten ergänzt werden. Als Ziervögel profitieren sie von einer abwechslungsreichen Ernährung, die ihren natürlichen Bedürfnissen entspricht.

Daher empfiehlt es sich, Folgendes zu wählen:

  • Eine hochwertige Saatenmischung für tropische Prachtfinken als Grundnahrung.
  • Gegebenenfalls ergänzt durch ein geeignetes Pelletfutter für kleine körnerfressende Vögel, sofern dieses gut angenommen wird.
  • Regelmäßig Kolbenhirse als Beschäftigung, jedoch in Maßen.
  • Täglich frischen Grit, Magenkiesel und eine Kalziumquelle wie Sepiaschale.
  • Gelegentlich Eifutter, insbesondere während der Mauser oder Zucht.
  • Kleine Mengen frisches Gemüse, Keimsaaten oder unbehandelte Kräuter als Ergänzung.

Sorgen Sie stets für sauberes Trinkwasser und achten Sie darauf, dass kein nasses oder verdorbenes Futter im Käfig zurückbleibt.

Kann man eine Gouldamadine zahm machen?

Gouldamadinen sind keine typischen Heimvögel wie Sittiche oder Papageien. Sie bleiben Menschen gegenüber meist zurückhaltend und fühlen sich am wohlsten, wenn sie in Ruhe beobachtet werden. Mit Geduld können sie sich an die Anwesenheit ihrer Bezugsperson gewöhnen, doch die meisten lassen sich nicht gerne anfassen oder streicheln.

Ihr natürliches Verhalten, ihre sozialen Interaktionen mit Artgenossen und ihr farbenprächtiges Aussehen machen sie gerade für Liebhaber attraktiv, die Vögel gerne beobachten.

Brauchen Gouldamadinen viel Platz?

Trotz ihrer geringen Größe fliegen Gouldamadinen gerne. Daher profitieren sie stärker von einem breiten Käfig oder einer geräumigen Innenvoliere als von einem hohen, schmalen Käfig. Je länger die Flugstrecke ist, desto besser können sie ihr natürliches Flugverhalten ausüben.

Für ein Paar wird häufig eine Mindestfluglänge von etwa 80 bis 100 Zentimetern empfohlen, doch mehr Platz ist immer besser. In einer größeren Voliere können sich die Vögel mehr bewegen und natürliches Verhalten zeigen.

Sind Gouldamadinen für Anfänger geeignet?

Gouldamadinen können für Anfänger geeignet sein, die sich gründlich mit der Pflege tropischer Prachtfinken beschäftigen. Sie benötigen weniger direkte Aufmerksamkeit als Papageienvögel, stellen jedoch besondere Anforderungen an ihre Umgebung. Vor allem eine stabile Temperatur, gute Hygiene, passende Ernährung und ausreichend Ruhe sind wichtig.

Für Menschen, die vor allem einen Vogel suchen, mit dem sie aktiv interagieren können, ist die Gouldamadine weniger geeignet. Für Liebhaber natürlicher Volierenvögel ist sie dagegen eine wunderschöne und vergleichsweise ruhige Art.

Pflege und Unterbringung der Gouldamadine

Gouldamadinen sind aktive, soziale Prachtfinken, die am besten in einer ruhigen, sauberen und stabilen Umgebung leben. Eine gute Pflege umfasst passende Ernährung, ausreichend Flugraum, eine konstante Temperatur und so wenig Stress wie möglich. Da sie von Natur aus tropische Vögel sind, reagieren sie empfindlicher auf Kälte und Temperaturschwankungen als viele andere Volierenvögel.

Käfig und Platz

Wählen Sie einen geräumigen Käfig oder noch besser eine Innenvoliere, in der die Vögel kurze Strecken fliegen können. Für ein Paar wird eine Fluglänge von mindestens 80 bis 100 Zentimetern empfohlen, doch mehr Platz kommt dem Wohlbefinden immer zugute. Der Gitterabstand muss für kleine Prachtfinken geeignet sein, damit sie weder entkommen noch eingeklemmt werden können. Stellen Sie den Käfig an einem hellen, zugluftfreien Ort auf und vermeiden Sie starke Temperaturschwankungen. Gouldamadinen fühlen sich bei einer konstanten Umgebungstemperatur von etwa 20 bis 25 °C am wohlsten. Direkte Sonneneinstrahlung über den gesamten Tag sollte vermieden werden, Tageslicht bleibt jedoch für einen gesunden Tag-Nacht-Rhythmus wichtig.

Einrichtung

Richten Sie den Käfig mit natürlichen Sitzstangen in unterschiedlichen Stärken ein, um die Füße gesund zu halten. Platzieren Sie Futter- und Trinknäpfe so, dass sie nicht durch Kot verunreinigt werden. Zweige, Gräser und natürliche Bepflanzung bieten Schutz und Beschäftigung. Gouldamadinen sind ruhige Vögel, die wenig Bedarf an Spielzeug haben, aber eine Umgebung schätzen, in der sie fliegen, nach Futter suchen und sich sicher fühlen können. Während der Brutzeit ist es sinnvoll, ausreichend Nistmöglichkeiten und Privatsphäre zu bieten, wenn gezielt gezüchtet wird.

Pflege

Die tägliche Pflege beginnt mit sauberem Trinkwasser, frischem Futter und der Kontrolle des Verhaltens der Vögel. Reinigen Sie Futter- und Trinknäpfe regelmäßig und entfernen Sie Futterreste, um Schimmelbildung und Bakterienwachstum zu vermeiden. Halten Sie auch die Bodeneinstreu sauber und wechseln Sie diese regelmäßig aus. Beobachten Sie täglich, ob die Vögel aktiv sind, gut fressen und ein glattes Gefieder haben. Ein Vogel, der über längere Zeit aufgeplustert dasitzt, weniger fliegt oder auffällig atmet, kann krank sein und sollte so schnell wie möglich von einem Tierarzt untersucht werden. Vorbeugende Gesundheitskontrollen und eine gute Hygiene tragen zu einem langen und gesunden Leben bei.

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