Pododermatitis bei Kaninchen
Geschrieben von Mara |
Pododermatitis, auch bekannt als sore hocks oder Ballenentzündung, ist ein häufiges und unangenehmes Problem bei Kaninchen. Sie entsteht an der Unterseite der Hinterläufe, wo die Haut gereizt oder beschädigt wird. Dies kann zu Entzündungen, Schmerzen und sogar zu schweren Wunden führen. In diesem Blog erklären wir, was Pododermatitis genau ist, welche Kaninchen ein erhöhtes Risiko haben, wie sie behandelt werden kann und vor allem, wie Sie ihr vorbeugen.
Was ist Pododermatitis?
Pododermatitis ist eine Entzündung der Fußsohlen beim Kaninchen, meist an den Hinterläufen. Die Fußsohlen eines Kaninchens sind nicht mit Hornhaut bedeckt, sondern mit einer dünnen Fellschicht. Wird diese beschädigt oder bietet sie nicht ausreichend Schutz, können die darunterliegenden Gewebe gereizt werden. Dies kann zu Rötungen, Schwellungen, Krustenbildung oder offenen Wunden führen.
Was sind die Ursachen für Pododermatitis bei Kaninchen?
Pododermatitis entsteht meist durch langanhaltenden Druck oder Reibung auf die Fußsohlen. Die wichtigsten Ursachen sind:
- harte oder scheuernde Einstreu, wie Gitterböden, Holzpellets oder Drahtgitter
- nasse oder verschmutzte Böden, zum Beispiel durch schlechte Hygiene oder Urin
- Übergewicht, wodurch mehr Druck auf die Hinterläufe entsteht
- Bewegungsmangel, etwa bei Kaninchen, die zu viel im Käfig sitzen
- Rassen mit wenig Fell an den Fußsohlen, wie Rex-Kaninchen
- große Kaninchenrassen können durch ihr Gewicht ein höheres Risiko haben, zum Beispiel der Belgische Riese oder die Französische Widderkaninchen
- chronischer Stress, etwa durch Angst oder Langeweile, kann zu häufigem Stampfen führen und zusätzlichen Druck auf die Ballen ausüben
- Fehlstellungen der Beine, angeboren oder durch Verletzungen, wodurch der Druck ungleichmäßig auf die Füße verteilt wird
Kaninchen mit diesen Risikofaktoren haben ein deutlich erhöhtes Risiko, Pododermatitis zu entwickeln. Eine gute Beobachtung und Anpassung der Haltungsbedingungen sind daher entscheidend.