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Maul- und Klauenseuche (MKS)

Geschrieben von Mara | Dierenarts |

Die Maul- und Klauenseuche (MKS) ist eine hochansteckende Viruskrankheit bei Paarhufern. Die Krankheit kann große Auswirkungen auf die Tiergesundheit und die Landwirtschaft haben. Daher wird MKS streng überwacht, unter anderem durch Behörden wie das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Regionen und Wasserwirtschaft (BML) sowie die zuständigen Veterinärbehörden. In diesem Blog erfahren Sie, was Maul- und Klauenseuche ist, bei welchen Tieren sie vorkommt und welche Maßnahmen im Falle eines Ausbruchs ergriffen werden.

Kuh schaut in die Kamera

Was ist Maul- und Klauenseuche?

Die Maul- und Klauenseuche wird durch ein Virus aus der Familie der Aphthoviren verursacht. Das Virus verbreitet sich sehr leicht zwischen Tieren über:

  • direkten Kontakt zwischen Tieren
  • Speichel, Milch oder Kot
  • kontaminierte Materialien, Kleidung oder Fahrzeuge
  • Luft über kurze Distanzen

Durch diese schnelle Verbreitung kann sich ein Ausbruch rasch innerhalb eines Bestands oder einer Region ausbreiten.

Bei welchen Tieren tritt MKS auf?

Die Maul- und Klauenseuche tritt bei Paarhufern auf, also Tieren mit gespaltenen Hufen.

Beispiele sind:

  • Rinder
  • Schafe
  • Ziegen
  • Schweine
  • Lamas
  • Alpakas

Auch wildlebende Paarhufer wie Hirsche und Wildschweine können infiziert werden.

Menschen, Hunde und Katzen erkranken nicht an MKS. Sie können das Virus jedoch mechanisch übertragen, zum Beispiel über Kleidung, Schuhe oder Materialien.

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Unterschiede im Schweregrad je Tierart

Der Krankheitsverlauf kann je nach Tierart unterschiedlich sein:

  • Schafe und Ziegen: oft mildere Symptome, wodurch eine Infektion manchmal schwerer zu erkennen ist.
  • Rinder und Schweine: hier kann die Erkrankung deutlich schwerer verlaufen und große wirtschaftliche Schäden verursachen.

Erwachsene Tiere sterben in der Regel nicht an MKS. Bei Jungtieren kann die Krankheit jedoch schwer verlaufen, mit Sterblichkeitsraten von bis zu 100 %.

Symptome der Maul- und Klauenseuche

Die Krankheit beginnt meist mit Fieber und allgemeinen Krankheitsanzeichen. Anschließend entstehen typische Bläschen (Aphthen) an verschiedenen Körperstellen.

Häufige Symptome sind:

  • Fieber
  • Apathie und verminderter Appetit
  • Blasen in und um das Maul
  • Blasen auf der Zunge und im Maul
  • Blasen am Übergang zwischen Haut und Klauen
  • Blasen im Zwischenklauenspalt
  • Lahmheit
  • starker Speichelfluss

Bei Rindern kommt es häufig zu einem starken Rückgang der Milchleistung sowie zu vermehrtem Speicheln. Die Blasen können aufplatzen und schmerzhafte Wunden verursachen, wodurch die Tiere schlechter fressen oder laufen.

Maul- und Klauenseuche in Österreich

Österreich verfolgt eine strenge Strategie zur Verhinderung von Ausbrüchen. Der letzte große Ausbruch fand im Jahr 2001 statt und hatte erhebliche Auswirkungen auf die Landwirtschaft.

Seitdem wird die Krankheit intensiv überwacht, unter anderem durch:

  • zuständige Veterinärbehörden
  • Tiergesundheitsdienste
  • Fachverbände der Tiermedizin
  • die Bundesregierung

Obwohl Österreich derzeit als MKS-frei gilt, treten in Europa weiterhin Ausbrüche auf. Im Jahr 2025 wurden beispielsweise Fälle in Deutschland, Ungarn und der Slowakei gemeldet.

Meldepflicht bei MKS

Die Maul- und Klauenseuche ist eine anzeigepflichtige Tierseuche. Das bedeutet, dass Tierärzte und Tierhalter verpflichtet sind, einen Verdacht sofort zu melden. Eine schnelle Meldung ist entscheidend, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

Maßnahmen bei einem Ausbruch

Wird MKS festgestellt, werden umgehend Maßnahmen ergriffen. Diese sind innerhalb der Europäischen Union festgelegt und können unter anderem Folgendes umfassen:

Nationale Maßnahmen: ein Transportstopp (Standstill) von mindestens 72 Stunden, bei dem der Transport von Tieren und tierischen Produkten verboten ist

Im betroffenen Betrieb: alle infizierten Tiere werden getötet und entsorgt

In der Umgebung:

  • ein Transportverbot in einem Umkreis von 10 Kilometern um den betroffenen Betrieb
  • Tiere in diesem Gebiet werden von amtlichen Tierärzten untersucht

Zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen:

  • Besuchsverbote für Betriebe
  • strengere Hygienemaßnahmen

Diese Maßnahmen dienen dazu, die Ausbreitung des Virus so schnell wie möglich zu stoppen.

Warum wird MKS so streng bekämpft?

Die Maul- und Klauenseuche verursacht nicht nur gesundheitliche Probleme bei Tieren, sondern auch erhebliche wirtschaftliche Schäden für die Landwirtschaft und den Handel mit tierischen Produkten. Deshalb sind eine schnelle Erkennung und ein rasches Eingreifen entscheidend, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

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Über die Person

Mara van Brussel-Broere, Tierärztin bei Medpets

Absolventin der Tiermedizin für Kleintiere an der Universität Utrecht, bringt sie ihre Praxiserfahrung ein, um Kunden bei Medpets zu beraten und ihr Wissen weiterzugeben. Es ist ihr wichtig, Tierhalter umfassend über Gesundheit und Wohlbefinden ihrer Haustiere zu informieren.

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