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Kokosöl für Hunde: Wofür ist es gut?

Geschrieben von Mara |

Kokosöl wird immer häufiger als Ergänzung zur Ernährung von Hunden verwendet. Einige Besitzer geben es für eine gesunde Haut und ein gesundes Fell, während andere Kokosöl bei trockener Haut, Juckreiz oder als Teil einer unterstützenden Ernährung einsetzen. Aber was bewirkt Kokosöl eigentlich bei Hunden? Und ist Kokosöl gut für Hunde? In diesem Blog erfahren Sie mehr über die möglichen Vorteile von Kokosöl, die Anwendungen bei Hunden und wie viel Kokosöl Sie sicher geben können.

Hund läuft am Strand

Was ist Kokosöl?

Kokosöl wird aus dem Fruchtfleisch von Kokosnüssen gewonnen. Das Öl enthält verschiedene Fettsäuren, von denen vor allem die sogenannten mittelkettigen Fettsäuren (Medium Chain Triglycerides oder MCTs) bekannt sind.

Diese Fettsäuren werden anders verarbeitet als die meisten anderen Fette. Sie werden relativ schnell aufgenommen und können dem Körper als Energiequelle dienen.

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Ist Kokosöl gut für Hunde?

Kokosöl kann für manche Hunde eine nützliche Ergänzung zu einer gesunden und vollständigen Ernährung sein. Es ist jedoch kein Wundermittel und ersetzt keine medizinische Behandlung.

Die möglichen Vorteile von Kokosöl hängen vor allem mit dem Vorhandensein von MCTs und den pflegenden Eigenschaften des Öls zusammen.

Was bewirkt Kokosöl bei Hunden?

Kokosöl kann sowohl äußerlich als auch innerlich angewendet werden.

Wenn es dem Futter hinzugefügt wird, wird es vor allem zur Unterstützung folgender Bereiche eingesetzt:

  • Haut und Fell
  • Energieniveau
  • Verdauung
  • allgemeine Kondition

Äußerlich wird Kokosöl häufig auf trockener oder gereizter Haut verwendet.

Obwohl viele positive Erfahrungen von Hundebesitzern stammen, ist es wichtig zu wissen, dass nicht alle vermuteten Wirkungen wissenschaftlich belegt sind.

Kokosöl für Haut und Fell

Einer der häufigsten Gründe, Kokosöl zu geben, ist die Unterstützung der Haut. Hunde mit trockener Haut können unter Schuppen, stumpfem Fell und spannender Haut leiden.

Durch die pflegenden Eigenschaften von Kokosöl kann sich die Haut geschmeidiger anfühlen. Manche Besitzer tragen eine kleine Menge direkt auf trockene Stellen auf oder mischen Kokosöl unter das Futter.

Kokosöl gegen Juckreiz bei Hunden

Viele Halter fragen sich, ob Kokosöl gegen Juckreiz bei Hunden helfen kann. Wenn der Juckreiz durch trockene Haut verursacht wird, kann Kokosöl manchmal Linderung verschaffen, da es die Haut pflegt. Die Ursache des Juckreizes kann es jedoch nicht beseitigen.

Bei Juckreiz infolge von Allergien, Flöhen, Milben oder Infektionen hat Kokosöl meist eine unzureichende Wirkung. In diesen Fällen ist es wichtig, die zugrunde liegende Ursache zu behandeln.

Kokosöl gegen Zecken bei Hunden

Es wird regelmäßig behauptet, dass Kokosöl Zecken fernhält. Diese Vorstellung ist entstanden, weil Kokosöl Laurinsäure enthält, eine Fettsäure, die möglicherweise eine leicht abwehrende Wirkung auf einige Insekten hat. Dennoch ist Kokosöl keine zuverlässige Alternative zur regulären Zeckenprophylaxe. Es gibt nicht genügend Belege dafür, dass Kokosöl Hunde ausreichend vor Zeckenbissen schützt.

Für einen guten Schutz vor Zecken wählen Sie besser speziell entwickelte Anti-Zecken-Produkte.

Kokosöl gegen Grasmilben bei Hunden

Auch bei Grasmilben (Herbstmilben/Erntemilben) wird Kokosöl manchmal als natürliches Hilfsmittel genannt. Kokosöl kann die Haut pflegen, wenn diese durch Lecken oder Kratzen gereizt ist. Das Öl tötet Grasmilben jedoch nicht ab und verhindert keine neuen Befälle.

Bei starken Beschwerden durch Grasmilben ist eine gezielte Behandlung oft wirksamer.

MCT-Öl für Hunde

Neben gewöhnlichem Kokosöl gibt es auch MCT-Öl. Dies ist ein gereinigtes Öl, das reich an mittelkettigen Fettsäuren ist. MCT-Öl wird bei Hunden immer häufiger verwendet, weil diese Fettsäuren auf besondere Weise vom Körper verarbeitet werden. Die Fettsäuren werden schnell aufgenommen und können als alternative Energiequelle dienen.

MCT-Öl und Epilepsie bei Hunden

Ein interessantes Anwendungsgebiet von MCT-Öl ist Epilepsie bei Hunden. Das Gehirn verwendet normalerweise Glukose als wichtigste Energiequelle. MCT-Fettsäuren können in Ketone umgewandelt werden, die ebenfalls als Brennstoff für das Gehirn dienen können.

Untersuchungen zeigen, dass einige Hunde mit Epilepsie von einem Futter oder Ergänzungsmittel profitieren können, das mit MCTs angereichert ist. Dies kann in bestimmten Fällen zu einer besseren Unterstützung der Gehirnfunktion beitragen. Geeignete Futtermittel sind zum Beispiel Sanimed Neuro Support und Purina Pro Plan Veterinary Diets NC Neuro Care – Hund.

Wichtig ist jedoch, dass MCT-Öl niemals ein Ersatz für verordnete Medikamente ist.

Wie viel Kokosöl darf ein Hund bekommen?

Eine häufig gestellte Frage ist, wie viel Kokosöl pro Tag für Hunde geeignet ist. Da Kokosöl viel Fett enthält, ist es sinnvoll, die Menge langsam aufzubauen. Eine plötzlich große Menge kann führen zu:

  • Durchfall
  • weicherem Kot
  • Magen-Darm-Beschwerden

Eine allgemeine Richtlinie ist, mit etwa einem Viertel Teelöffel pro 5 Kilogramm Körpergewicht pro Tag zu beginnen und dies langsam zu steigern, wenn der Hund es gut verträgt.

Die ideale Menge unterscheidet sich jedoch je nach Hund und hängt unter anderem von Körpergewicht, Ernährung, Aktivität und möglichen gesundheitlichen Problemen ab.

Wann ist Vorsicht geboten?

Obwohl Kokosöl für viele Hunde sicher ist, gibt es Situationen, in denen besondere Vorsicht sinnvoll ist.

Denken Sie zum Beispiel an Hunde mit:

  • Übergewicht
  • Bauchspeicheldrüsenproblemen
  • einer fettreduzierten Ernährung
  • wiederkehrendem Durchfall

Wenden Sie sich im Zweifel immer an Ihren Tierarzt.

Haben Sie noch Fragen zu Kokosöl für Hunde? Nehmen Sie dann Kontakt auf über tierarzt@medpets.at.

Häufig gestellte Fragen

Ist Kokosöl gut für Hunde?

Ja, Kokosöl kann für viele Hunde eine sichere Ergänzung zum Futter sein, sofern es in Maßen gegeben wird.

Was bewirkt Kokosöl bei Hunden?

Kokosöl wird vor allem zur Unterstützung von Haut, Fell und allgemeiner Kondition verwendet.

Hilft Kokosöl gegen Zecken?

Kokosöl wird manchmal als natürliches Abwehrmittel verwendet, bietet aber keinen zuverlässigen Schutz vor Zecken.

Hilft Kokosöl gegen Juckreiz?

Bei trockener Haut kann Kokosöl manchmal Linderung verschaffen. Bei Allergien oder Parasiten ist meist eine andere Behandlung nötig.

Hilft Kokosöl gegen Grasmilben?

Kokosöl kann die Haut pflegen, bekämpft Grasmilben aber nicht.

Wie viel Kokosöl darf ein Hund pro Tag bekommen?

Beginnen Sie mit einer kleinen Menge, zum Beispiel einem Viertel Teelöffel pro 5 kg Körpergewicht pro Tag, und steigern Sie diese langsam.

Was ist der Unterschied zwischen Kokosöl und MCT-Öl?

MCT-Öl enthält eine höhere Konzentration mittelkettiger Fettsäuren und wird schneller als Energiequelle genutzt als gewöhnliches Kokosöl.

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Über die Person

Mara van Brussel-Broere, Tierärztin bei Medpets

Absolventin der Tiermedizin für Kleintiere an der Universität Utrecht, bringt sie ihre Praxiserfahrung ein, um Kunden bei Medpets zu beraten und ihr Wissen weiterzugeben. Es ist ihr wichtig, Tierhalter umfassend über Gesundheit und Wohlbefinden ihrer Haustiere zu informieren.

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