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Hundekot: Was sagt der Kot Ihres Hundes über seine Gesundheit aus?

Geschrieben von Mara | Dierenarts |

Der Kot Ihres Hundes verrät oft mehr über seine Gesundheit, als Sie vielleicht denken. Veränderungen bei Farbe, Konsistenz, Geruch oder Häufigkeit können ein Hinweis darauf sein, dass etwas nicht stimmt. Natürlich kann ein ungewöhnlicher Kot einmal vorkommen, zum Beispiel weil Ihr Hund etwas Ungewöhnliches gefressen hat oder weil das Futter umgestellt wurde. Halten die Veränderungen jedoch an? Dann ist es sinnvoll, genauer hinzusehen. In diesem Blog lesen Sie, wie Sie Hundekot beurteilen können und wann es sinnvoll ist, Kontakt mit Ihrem Tierarzt aufzunehmen.

Frau kuschelt mit ihrem Berner Sennenhund

Worauf sollten Sie bei Hundekot achten?

Bei der Beurteilung von Kot achten Sie vor allem auf:

  • Farbe
  • Konsistenz
  • Geruch
  • Häufigkeit des Kotabsatzes

Veränderungen dabei können etwas über die Verdauung, die Ernährung oder die Gesundheit Ihres Hundes aussagen.

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Welche Farbe sollte Hundekot haben?

Normaler Hundekot ist meistens:

  • mittel- bis dunkelbraun
  • fest geformt
  • nicht extrem stinkend

Die Farbe kann teilweise durch das Futter beeinflusst werden, das Sie geben. Dennoch können abweichende Farben manchmal auf ein Problem hinweisen.

Der Hund hat gelben Kot

Gelber Kot kann entstehen durch:

  • eine Futterumstellung
  • schlechte Fettverdauung
  • Darmprobleme
  • Probleme mit Leber oder Galle

Der Hund hat roten Kot

Roter Kot oder rotes Blut im Kot kann hinweisen auf:

  • Reizungen des Dickdarms
  • Entzündungen
  • Wunden rund um den After
  • Durchfall

Sehen Sie Blut im Kot? Dann ist es ratsam, Kontakt mit Ihrem Tierarzt aufzunehmen.

Der Hund hat braunen Kot

Braun ist normal, auch wenn durch das Futter hellere oder dunklere Abweichungen vorkommen können.

Der Hund hat grünen Kot

Grüner Kot kann entstehen, wenn ein Hund:

  • viel Gras gefressen hat
  • etwas Ungewöhnliches gefressen hat
  • Galle sich schneller durch den Darm bewegt

Der Hund hat schwarzen Kot

Schwarzer, teerartiger Kot ist immer ein Alarmsignal. Das kann auf verdautes Blut weiter oben im Magen-Darm-Trakt hinweisen. Nehmen Sie bei schwarzem Kot immer Kontakt mit einem Tierarzt auf.

Was sagt die Konsistenz des Kots aus?

Nicht nur die Farbe, sondern auch die Struktur des Kots ist wichtig. Diese kann von Durchfall bis hin zu sehr hartem Kot reichen.

Durchfall

Wässrigen oder weichen Kot nennen wir Durchfall. Mögliche Ursachen sind:

  • falsche Ernährung
  • Stress
  • Infektionen
  • Parasiten
  • Futterunverträglichkeit

Lesen Sie auch unseren ausführlichen Blog: Durchfall bei Hunden

Harter Kot oder Verstopfung

Sehr harter oder trockener Kot kann hinweisen auf:

  • Verstopfung
  • zu wenig Flüssigkeit
  • zu wenig Bewegung
  • falsche Ernährung

Ein Hund kann auch nach dem Fressen von Knochen harten Kot haben. Lassen Sie Ihren Hund daher nicht zu lange oder ohne Aufsicht an einem Knochen kauen. Manche Hunde haben bei hartem Kot Schwierigkeiten beim Pressen.

Schleim im Kot

Etwas Schleim kann manchmal vorkommen, viel Schleim kann jedoch hinweisen auf:

  • Darmreizungen
  • Entzündungen des Dickdarms
  • Parasiten

Weisser Belag um den Kot

Eine weisse schleimige Schicht oder weisse Stückchen können manchmal hinweisen auf:

  • Darmreizungen
  • Würmer oder Bandwurmsegmente

Bei anhaltendem Durchfall oder Schleim im Kot ist es ratsam, zur Kontrolle Ihren Tierarzt aufzusuchen. Dasselbe gilt bei länger anhaltendem hartem Kot. Harter Kot kann dazu führen, dass Ihr Hund die Muskeln rund um den After kaputt presst und eine Perinealhernie entsteht.

Der Geruch von Kot

Kot riecht natürlich nie angenehm, aber ein plötzlich stark veränderter Geruch kann ein Zeichen dafür sein, dass etwas nicht stimmt.

Ein abweichender Geruch hängt oft zusammen mit:

  • Durchfall
  • einer anderen Farbe
  • schlechter Verdauung
  • Infektionen

Ein sehr saurer Geruch, ein extrem penetranter Geruch oder ein fauliger Geruch können auf Probleme im Magen-Darm-Trakt hinweisen.

Wie oft sollte ein Hund koten?

Die Häufigkeit ist von Hund zu Hund unterschiedlich und hängt unter anderem ab von:

  • Ernährung
  • Alter
  • Bewegung
  • Gesundheit

Die meisten Hunde koten 1 bis 3 Mal pro Tag.

Häufiger koten

Häufigeren Kotabsatz sehen wir oft bei:

  • Durchfall
  • Darmreizungen
  • Parasiten

Schwierigkeiten beim Koten

Schwierigkeiten beim Kotabsatz können hinweisen auf:

  • Verstopfung
  • Schmerzen
  • Probleme rund um den After
  • eine Perinealhernie

Parasiten und Kot

Parasiten spielen regelmässig eine Rolle bei abweichendem Kot. Denken Sie zum Beispiel an Würmer oder Giardien.

Diese können Beschwerden verursachen wie:

  • Durchfall
  • Schleim im Kot
  • Gewichtsverlust
  • Blähungen
  • wechselnden Kot

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Wann sollten Sie zum Tierarzt gehen?

Nehmen Sie Kontakt mit Ihrem Tierarzt auf bei:

  • Blut im Kot
  • schwarzem Kot
  • anhaltendem Durchfall
  • schwerer Verstopfung
  • viel Schleim
  • plötzlichen starken Veränderungen
  • Teilnahmslosigkeit oder Erbrechen neben abweichendem Kot

Der Kot Ihres Hundes gibt viele Informationen über seine Gesundheit. Wenn Sie gut auf Farbe, Konsistenz, Geruch und Häufigkeit achten, können Sie Probleme manchmal frühzeitig erkennen.

Ein einmaliger abweichender Kot ist nicht sofort ein Grund zur Panik, aber anhaltende Veränderungen verdienen durchaus Aufmerksamkeit. Vor allem wenn Blut, schwarzer Kot oder schwerer Durchfall auftreten, ist es ratsam, einen Tierarzt einzuschalten.

Haben Sie noch Fragen zum Kot Ihres Hundes? Nehmen Sie dann Kontakt auf über tierarzt@medpets.at.

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Über die Person

Mara van Brussel-Broere, Tierärztin bei Medpets

Absolventin der Tiermedizin für Kleintiere an der Universität Utrecht, bringt sie ihre Praxiserfahrung ein, um Kunden bei Medpets zu beraten und ihr Wissen weiterzugeben. Es ist ihr wichtig, Tierhalter umfassend über Gesundheit und Wohlbefinden ihrer Haustiere zu informieren.

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