Service
Warenkorb
Menu
25 % Rabatt auf Hill’s mit Medpets Abo: HILLS25 Mehr lesen

Hirschlausfliege bei Hunden: die ‘fliegende Zecke’, die schmerzhafte Bisse verursacht

Geschrieben von Mara | Dierenarts |

Die Hirschlausfliege ist ein Parasit, mit dem immer mehr Hundebesitzer zu tun bekommen, vor allem bei Spaziergängen in waldreichen Gebieten. Diese besondere Fliege wird auch die fliegende Zecke genannt und kann bei Hunden ziemlich unangenehme Beschwerden verursachen. Vor allem im August und September sind Hirschlausfliegen aktiv, aber bei günstigen Wetterbedingungen können sie auch zu anderen Zeiten des Jahres vorkommen. In diesem Blog lesen Sie, wie Sie eine Hirschlausfliege erkennen, was die Symptome bei Hunden sind und wie Sie Ihren Hund schützen können.

Hirschlausfliege

Was ist eine Hirschlausfliege?

Die Hirschlausfliege ist ein kleiner, blutsaugender Parasit aus der Familie der Lausfliegen. Die Fliege ist etwa 3,5 bis 5 mm groß und rotbraun gefärbt. Sie hat einen flachen, lederartigen Kopf, Brustabschnitt und Hinterleib und ist mit kräftigen Haaren bedeckt. Das Besondere an dieser Fliege ist, dass sie ihre Flügel abwirft, sobald sie einen geeigneten Wirt gefunden hat. Danach kriecht sie durch das Fell in Richtung Haut, um Blut zu saugen. Durch dieses Verhalten wird die Hirschlausfliege auch die fliegende Zecke genannt.

Wo kommt die Hirschlausfliege vor?

Hirschlausfliegen kommen in gemäßigten Gebieten der Nordhalbkugel vor, darunter Europa. Sie leben vor allem in Wäldern, an Waldrändern und in Gebieten, in denen viel Wild vorkommt. Zu den natürlichen Wirten gehören unter anderem Rothirsche, Rehe, Damhirsche, Rentiere und Elche. Manchmal irrt sich die Fliege und landet auf Hunden, Pferden, Menschen und Dachsen.

Relevante Produkte

Lebenszyklus der Hirschlausfliege

Der Lebenszyklus dieser Fliege ist besonders. Das Weibchen entwickelt jeweils eine Larve gleichzeitig in einer Art “Gebärmutter”, wo diese mit speziellen Drüsensekreten ernährt wird. Wenn die Larve ausgewachsen ist, wird sie im Fell des Wirts oder auf dem Boden abgelegt. Danach verpuppt sich die Larve. Im Spätsommer oder Herbst schlüpft die erwachsene Fliege aus der Puppe. Anschließend sucht die Fliege aktiv nach einem Wirt. Nach der Landung wirft die Fliege ihre Flügel ab und kriecht durch das Fell zur Haut des Tieres. Dort saugt sie etwa 15 bis 25 Minuten lang Blut. Danach sucht sie einen Partner und der Zyklus beginnt erneut.

Wie erkennen Sie eine Hirschlausfliege bei Ihrem Hund?

Wenn die Fliege einen Hund als potenziellen Wirt sieht, bleibt sie oft erst um den Hund kreisen, bevor sie landet. Die Fliege beißt vor allem an Stellen mit wenig Haaren, wie am Bauch, an der Innenseite der Oberschenkel und rund um den Anus. Eine Hirschlausfliege bewegt sich viel schneller als eine Zecke und ist deshalb schwer zu fangen.

Symptome eines Bisses der Hirschlausfliege

Ein Biss der Hirschlausfliege ist schmerzhaft und kann viel Reizung verursachen. Häufige Beschwerden bei Hunden sind:

  • plötzliches Beißen oder Schnappen nach der Haut
  • heftiges Kratzen
  • Rötung oder Schwellung
  • schmerzhafte Knötchen
  • Unruhe während oder nach einem Spaziergang

Bei manchen Hunden entstehen schwerere Entzündungsreaktionen.

Wie entfernen Sie eine Hirschlausfliege?

Wenn Sie eine Hirschlausfliege im Fell sehen, versuchen Sie, sie so schnell wie möglich zu entfernen, bevor sie beißt. Das kann schwierig sein, weil die Fliege sich schnell bewegt und sich fest im Fell festhält. Praktische Tipps:

  • verwenden Sie ein Stück Klebeband, um die Fliege zu fangen
  • manche Menschen verwenden Haarspray, um die Fliege vorübergehend weniger beweglich zu machen
  • kontrollieren Sie das Fell nach einem Waldspaziergang gründlich

Was können Sie bei Insektenbissen tun?

Nach einem Biss können Sie die Haut mit lindernden oder beruhigenden Produkten unterstützen. Geeignete Produkte sind zum Beispiel:

Diese Produkte können helfen, die Haut zu pflegen und Reizungen zu vermindern.

Wie können Sie Hirschlausfliegen bei Hunden vorbeugen?

Vorbeugen ist schwierig, aber Sie können das Risiko verringern.

Risikogebiete meiden

Vor allem in Wäldern, dicht bewachsenen Naturgebieten und Gebieten mit vielen Hirschen kommen Hirschlausfliegen häufig vor. Meiden Sie diese Gebiete, wenn die Fliege aktiv ist.

Ein abwehrendes Mittel verwenden

Einige Mittel gegen Zecken und Fliegen können helfen, Hirschlausfliegen abzuwehren. Denken Sie zum Beispiel an:

Diese Produkte wirken abwehrend gegen verschiedene Insekten und Parasiten.

Das Fell nach dem Spazierengehen kontrollieren

Kontrollieren Sie Ihren Hund nach einem Spaziergang gründlich, vor allem an dünn behaarten Stellen wie Bauch, Leisten, Achseln und Schwanzansatz.

Hirschlausfliegen bei Pferden

Auch Pferde können stark unter Hirschlausfliegen leiden. Vor allem Pferde, die in oder nahe waldreichen Gebieten stehen, können durch die schmerzhaften Bisse unruhig reagieren. Beschwerden bei Pferden können sein:

  • Unruhe
  • Scheuern
  • Schweifschlagen
  • Hautreizung
  • überempfindliche Reaktionen beim Reiten

Bei manchen Pferden werden sogar heftige Reaktionen oder kolikartige Symptome beschrieben. Produkte, die die Haut bei Fliegenbissen unterstützen können, sind:

Die Hirschlausfliege ist also ein kleiner, aber unangenehmer Parasit, der vor allem in waldreichen Gebieten vorkommt. Obwohl die Fliege normalerweise auf Wild lebt, können auch Hunde und Pferde Opfer der schmerzhaften Bisse werden. Kontrollieren Sie Ihr Tier deshalb nach Spaziergängen in der Natur gut und unterstützen Sie die Haut bei Bedarf mit pflegenden Produkten.

Häufig gestellte Fragen zur Hirschlausfliege bei Hunden

Welche Hausmittel können Sie gegen die Hirschlausfliege anwenden?

Hirschlausfliegen sind schwer zu fangen, weil sie sich schnell bewegen. Manche Hundebesitzer verwenden deshalb einige praktische Hausmittel:

  • die Fliege mit etwas Haarspray besprühen, sodass sie sich weniger schnell bewegt
  • die Fliege mit einem Stück Klebeband entfernen
  • das Fell nach einem Waldspaziergang gründlich kontrollieren

Außerdem hilft es, Hunde in Spitzenzeiten so viel wie möglich aus dicht bewachsenen Waldgebieten fernzuhalten.

Was sind die Symptome eines Bisses der Hirschlausfliege?

Ein Biss der Hirschlausfliege ist oft schmerzhaft. Hunde können deshalb:

  • plötzlich aufspringen oder nach der Haut schnappen
  • viel kratzen oder sich scheuern
  • unruhig werden
  • rote oder geschwollene Stellen bekommen
  • empfindlich auf Berührung reagieren

Bei manchen Hunden entsteht eine starke Entzündungsreaktion.

Wie sieht ein Biss der Hirschlausfliege aus?

Der Biss sieht meistens wie ein rotes Knötchen oder eine kleine geschwollene Stelle aus. Manchmal mit einer Kruste oder gereizter Haut darum herum. Oft sitzt der Biss an Stellen mit wenig Haaren, wie Bauch, Leisten, Innenseite der Oberschenkel und rund um den Anus.

Was sollten Sie tun, wenn Sie bei Ihrem Hund eine Hirschlausfliege finden?

Versuchen Sie, die Fliege so schnell wie möglich zu entfernen, bevor sie beißen kann. Weil die Fliege schnell läuft, kann das schwierig sein. Verwenden Sie gegebenenfalls Klebeband oder machen Sie die Fliege mit etwas Haarspray weniger beweglich. Kontrollieren Sie danach die Haut auf Bissstellen und behalten Sie Ihren Hund gut im Auge. Bei Reizung oder Juckreiz können Sie die Haut mit einem lindernden Produkt pflegen. Entstehen starke Schwellung, Schmerzen oder Entzündung, nehmen Sie Kontakt mit einem Tierarzt auf.

Melden Sie sich für unseren Newsletter an

Lesen Sie auch unsere anderen Blogs

Mehr Tipps
image (20)

Über die Person

Mara van Brussel-Broere, Tierärztin bei Medpets

Absolventin der Tiermedizin für Kleintiere an der Universität Utrecht, bringt sie ihre Praxiserfahrung ein, um Kunden bei Medpets zu beraten und ihr Wissen weiterzugeben. Es ist ihr wichtig, Tierhalter umfassend über Gesundheit und Wohlbefinden ihrer Haustiere zu informieren.

Lesen Sie mehr über Mara