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Grannen bei Katzen: eine kleine Pflanze mit großen Folgen

Geschrieben von Mara | Dierenarts |

Grannen stellen jedes Jahr ein Risiko für Hunde dar, aber auch Katzen können darunter leiden. Vor allem Katzen, die viel draußen sind, durch hohes Gras streifen oder gerne an Wegrändern und auf Wiesen jagen, sind gefährdet. Durch ihre Form können sich Grannen im Fell, in der Haut, in den Ohren, in der Nase oder sogar zwischen den Zehen festsetzen. Sobald sie eingedrungen sind, können sie sich immer weiter durch den Körper bewegen und schmerzhafte Entzündungen verursachen. In diesem Blog erfahren Sie, was eine Granne ist, woran Sie eine Granne bei einer Katze erkennen und was Sie tun können, um Probleme zu vermeiden.

Katze liegt zwischen Grannen

Was ist eine Granne?

Eine Granne ist der Samenstand bestimmter Grasarten. In den Sommermonaten trocknen diese Ähren aus und lösen sich leicht. Durch ihre pfeilförmige Struktur mit kleinen Widerhaken können sie sich nur in eine Richtung bewegen: nach vorne.

Wenn eine Granne mit einer Katze in Kontakt kommt, kann sie sich am Fell festsetzen und sich anschließend immer tiefer in die Haut oder Körperöffnungen arbeiten.

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Wann kommen Grannen vor?

Grannen kommen vor allem vom späten Frühjahr bis zum Ende des Sommers vor. Die größte Risikoperiode liegt meist zwischen Juni und September.

Sie finden sie häufig in hohem Gras, entlang von Spazierwegen, an Wegrändern, auf Brachflächen und auf Wiesen.

Wie bekommt eine Katze eine Granne?

Katzen ziehen sich eine Granne meist beim Streifen durch hohes Gras oder Gebüsch zu. Die Granne kann:

  • im Fell hängen bleiben
  • zwischen die Zehen gelangen
  • ins Ohr gelangen
  • über die Nase eingeatmet werden
  • in Ausnahmefällen über die Augen eindringen

Durch die Widerhaken arbeitet sich die Granne immer weiter nach innen.

Symptome einer Granne bei Katzen

Die Beschwerden hängen davon ab, an welcher Stelle sich die Granne befindet.

Granne zwischen den Zehen

Eine Granne zwischen den Zehen kann führen zu:

  • Hinken
  • übermäßigem Lecken an einer Pfote
  • Rötung
  • Schwellung
  • einer schmerzhaften kleinen Wunde zwischen den Zehen

Manchmal entsteht ein kleines Loch, aus dem Flüssigkeit oder Eiter austritt.

Granne im Ohr

Eine Granne im Ohr verursacht häufig:

  • plötzliches heftiges Kopfschütteln
  • Kratzen am Ohr
  • Schiefhalten des Kopfes
  • Schmerzen beim Berühren des Ohrs

Granne in der Nase

Gelangt eine Granne in die Nase, können Katzen folgende Beschwerden bekommen:

  • Niesen
  • plötzliche Niesanfälle
  • Nasenausfluss
  • blutiger Nasenausfluss
  • Reiben mit der Pfote über die Nase

Granne im Auge

Eine Granne im oder um das Auge kann führen zu:

  • Zukneifen des Auges
  • tränenden Augen
  • Rötung
  • Augenentzündung

Warum sind Grannen gefährlich?

Eine Granne bleibt meist nicht von selbst an Ort und Stelle. Durch die Widerhaken kann sie immer weiter in den Körper eindringen.

Dadurch können Probleme wie Abszesse, Entzündungen, Fisteln und Wunden entstehen, die nicht heilen. In seltenen Fällen können sich Grannen tief durch Gewebe bewegen, wodurch es schwierig wird, die Ursache der Beschwerden zu finden.

Was sollten Sie tun, wenn Sie eine Granne vermuten?

Wenn Sie vermuten, dass Ihre Katze eine Granne hat, ist es ratsam, Kontakt mit dem Tierarzt aufzunehmen. Versuchen Sie nicht, eine tief sitzende Granne selbst zu entfernen. Dadurch kann die Granne abbrechen, sodass ein Teil zurückbleibt und dennoch Probleme verursacht. Der Tierarzt kann die Granne aufspüren und sicher entfernen. Manchmal ist dafür eine leichte Sedierung erforderlich, vor allem wenn sich die Granne im Ohr, in der Nase oder tief zwischen den Zehen befindet.

Wie beugen Sie Grannen bei Katzen vor?

Grannen lassen sich nicht immer vermeiden, aber Sie können das Risiko verringern.

  • Kontrollieren Sie Ihre Katze regelmäßig: Kontrollieren Sie Ihre Katze am besten nach jedem Spaziergang oder Abenteuer im Freien. Achten Sie besonders auf die Bereiche zwischen den Zehen, rund um die Ohren, um die Augen, in den Achseln und unter dem Schwanz
  • Pflegen Sie das Fell gut: Bei langhaarigen Katzen können Grannen leichter unbemerkt hängen bleiben. Regelmäßiges Bürsten hilft, sie rechtzeitig zu entdecken.
  • Achten Sie auf Risikogebiete: Versuchen Sie, Katzen während der Sommermonate möglichst von Gebieten mit viel trockenem, hohem Gras fernzuhalten.

Wann sollten Sie direkt zum Tierarzt gehen?

Nehmen Sie Kontakt mit Ihrem Tierarzt auf, wenn Ihre Katze:

  • plötzlich hinkt
  • viel an einer Pfote leckt
  • heftig niest
  • blutigen Nasenausfluss hat
  • mit dem Kopf schüttelt
  • schmerzhafte Schwellungen oder Wunden entwickelt

Je schneller eine Granne entfernt wird, desto geringer ist das Risiko für Komplikationen.

Haben Sie noch Fragen zu Grannen bei Katzen? Nehmen Sie dann Kontakt auf über tierarzt@medpets.at.

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Über die Person

Mara van Brussel-Broere, Tierärztin bei Medpets

Absolventin der Tiermedizin für Kleintiere an der Universität Utrecht, bringt sie ihre Praxiserfahrung ein, um Kunden bei Medpets zu beraten und ihr Wissen weiterzugeben. Es ist ihr wichtig, Tierhalter umfassend über Gesundheit und Wohlbefinden ihrer Haustiere zu informieren.

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