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Alpaka

Das Alpaka ist ein ruhiges und soziales Kameltier, das ursprünglich aus den Anden in Südamerika stammt. Alpakas werden seit Tausenden von Jahren wegen ihrer weichen und hochwertigen Wolle gehalten. Heute sind sie zudem als Hobbytiere und Landschaftspfleger beliebt. Alpakas leben gerne in einer Herde und benötigen Artgenossen, um sich wohl und sicher zu fühlen. Sie sind neugierige Tiere mit einem freundlichen Wesen, die großen Wert auf eine ruhige Umgebung legen. Für eine gute Gesundheit benötigen Alpakas ausreichend Weidegang, eine faserreiche Ernährung sowie eine regelmäßige Pflege ihres Fells und ihrer Hufe.

Alpaka

Eigenschaften

Ursprungsland: Südamerika (Anden, insbesondere Peru, Bolivien, Chile und Ecuador)
Körperbau: Schlanker Körper mit langem Hals, kleinem Kopf, langen Beinen und weichen Sohlen mit zwei Zehen.
Farben und Felltypen: Mehr als 20 natürliche Fellfarben, von Weiß und Creme über Braun und Grau bis Schwarz. Es gibt zwei Felltypen: Huacaya (dichtes, wolliges Fell) und Suri (lange, seidige Locken).
Gewicht: 50 bis 90 kg
Lebenserwartung: 15 bis 20 Jahre
Gesundheitliche Risiken: Anfällig für Parasiten, Hitzestress, Zahnprobleme, Vitamin- und Mineralstoffmängel, Magen-Darm-Probleme sowie Erkrankungen der Fußballen und Nägel.

Charakterprofil

Sozialverhalten gegenüber Artgenossen
Menschenbezogenheit
Pflegeaufwand
Platzbedarf
Bewegungsbedarf
Für Anfänger geeignet

Beliebte Produkte

Lebensraum

Alpakas fühlen sich auf einer großzügigen, ruhigen Weide mit ausreichend Gras, trockenem Untergrund und einer Unterstellmöglichkeit zum Schutz vor Sonne, Regen und Wind am wohlsten. Da sie ausgeprägte Herdentiere sind, dürfen sie niemals allein gehalten werden. Eine Gruppe von mindestens zwei, vorzugsweise jedoch drei oder mehr Alpakas sorgt für mehr Ruhe und ein natürliches Sozialverhalten. Eine gut eingezäunte Weide ist wichtig, um ein Entlaufen der Tiere zu verhindern und Raubtiere fernzuhalten. Außerdem sollte die Weide regelmäßig gepflegt werden und möglichst nicht zu nass oder schlammig sein, um Probleme an den Fußballen und Nägeln zu vermeiden.

Ernährung

Alpakas sind Pflanzenfresser und benötigen eine faserreiche Ernährung. Die Grundlage bildet hochwertiges Gras oder Heu, das bei Bedarf durch ein geeignetes Alpaka- oder Kamelidenfutter ergänzt werden kann. Außerdem müssen sie jederzeit Zugang zu frischem Trinkwasser sowie zu einer speziell auf Alpakas abgestimmten Mineralstoffmischung haben. Eine zu energie- oder eiweißreiche Fütterung kann zu Übergewicht und gesundheitlichen Problemen führen. Deshalb sollte die Fütterung stets an Alter, Körperkondition und Aktivitätsniveau des Alpakas angepasst werden.

Verhalten und Umgang

Alpakas sind ruhige, neugierige und aufmerksame Tiere. Sie leben in Herden und fühlen sich in der Nähe von Artgenossen am sichersten. Obwohl sie sich an ihre Bezugsperson gewöhnen und zahm werden können, bleiben sie in der Regel eher zurückhaltend und lassen sich nicht gerne anfassen oder streicheln. Ein ruhiger, vorhersehbarer Umgang und eine stressarme Umgebung tragen wesentlich zu ihrem Wohlbefinden bei. Bei Stress oder Unmut können Alpakas spucken. Dieses Verhalten richtet sich jedoch meist gegen Artgenossen und deutlich seltener gegen Menschen.

Fortpflanzung und Zucht

Alpakas können sich das ganze Jahr über fortpflanzen, wobei die meisten Paarungen im Frühjahr und Sommer stattfinden. Die Trächtigkeitsdauer beträgt durchschnittlich 11 bis 12 Monate. In der Regel wird ein einzelnes Jungtier (Cria) geboren; Zwillingsgeburten sind selten. Das Jungtier kann meist bereits wenige Stunden nach der Geburt stehen und trinken. Die Mutter versorgt das Jungtier während der ersten Lebensmonate. Alpakas werden im Alter von etwa ein bis zwei Jahren geschlechtsreif. Für die Zucht sollten jedoch ausschließlich gesunde, ausgewachsene Tiere eingesetzt werden. Eine erfolgreiche Zucht erfordert Kenntnisse über Genetik, Ernährung, Trächtigkeitsbetreuung sowie die Versorgung von Muttertier und Cria.

Alles über das alpaka

Was ist der Unterschied zwischen einem Lama und einem Alpaka?

Lamas sind größer und schwerer als Alpakas. Alpakas sind kleiner und werden hauptsächlich wegen ihrer weichen, hochwertigen Wolle gehalten. Außerdem haben Lamas längere, bananenförmige Ohren, während Alpakas kürzere, gerade Ohren besitzen.

Was frisst ein Alpaka?

Alpakas fressen hauptsächlich Gras und Heu. Sie benötigen eine faserreiche, energiearme Ernährung, ergänzt durch frisches Trinkwasser und eine speziell für Alpakas geeignete Mineralstoffmischung. Bei Bedarf kann zusätzlich spezielles Alpakafutter gefüttert werden.

Was kostet ein Alpaka?

Der Kaufpreis für ein Alpaka liegt in der Regel zwischen 750 € und 5.000 € pro Tier. Der Preis hängt unter anderem vom Alter, Geschlecht, der Abstammung und der Wollqualität ab. Darüber hinaus sollten die laufenden Kosten für Futter, Haltung, tierärztliche Versorgung und die regelmäßige Pflege berücksichtigt werden.

Spucken Alpakas?

Ja, Alpakas können spucken. Meist richten sie dieses Verhalten gegen Artgenossen, um ihre Rangordnung zu verdeutlichen oder Futter zu verteidigen. Menschen gegenüber spucken sie in der Regel nur, wenn sie sich bedroht, gestresst oder in die Enge getrieben fühlen.

Wie alt wird ein Alpaka?

Ein Alpaka wird durchschnittlich 15 bis 20 Jahre alt. Bei guter Ernährung, geeigneter Haltung und regelmäßiger tierärztlicher Versorgung können manche Alpakas sogar ein höheres Alter erreichen.

Kratzt Alpakawolle?

Alpakawolle fühlt sich in der Regel weich an und kratzt deutlich weniger als Schafwolle. Das liegt daran, dass die Fasern feiner sind und wenig oder kein Lanolin enthalten. Deshalb ist Alpakawolle auch für viele Menschen mit empfindlicher Haut gut geeignet.

Haltung, Pflege und wichtige Hinweise

Alpakas werden vor allem als Hobbytiere, wegen ihrer hochwertigen Wolle sowie zur Beweidung von Weiden und Naturschutzflächen gehalten. Sie sind soziale Tiere, die viel Platz, Ruhe und die Gesellschaft von Artgenossen benötigen. Deshalb eignen sich Alpakas weniger für kleine Gärten oder für die Einzelhaltung.

Zur täglichen Pflege gehören die Bereitstellung von ausreichend Raufutter, frischem Trinkwasser und einem geeigneten Mineralstoffergänzungsfutter, die Kontrolle des allgemeinen Gesundheitszustands sowie die Reinigung der Weide und des Unterstands. Außerdem sollten die Nägel, die Zähne und der Ernährungszustand regelmäßig kontrolliert werden. Um Parasitenbefall vorzubeugen, empfiehlt es sich, Kotuntersuchungen durchführen zu lassen und Entwurmungen nur gezielt vorzunehmen.

Auch jahreszeitliche Einflüsse verdienen besondere Aufmerksamkeit. Dank ihres dichten Fells vertragen Alpakas Kälte in der Regel gut, sind jedoch empfindlich gegenüber Hitzestress. Sorgen Sie deshalb in warmen Perioden stets für ausreichend Schatten, eine gute Belüftung und frisches Trinkwasser. Darüber hinaus werden Alpakas einmal jährlich, meist im Frühjahr, geschoren. Dies hilft, eine Überhitzung im Sommer zu vermeiden und das Fell in einem guten Zustand zu halten. Bei Fragen zur Gesundheit oder Pflege eines Alpakas sollte ein Tierarzt mit Erfahrung in der Behandlung von Kameliden konsultiert werden.

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