Die Katze nachts nach draußen lassen: Ist das sinnvoll?
Es gibt keine allgemeine Regel, nach der eine Katze nachts nicht nach draußen darf. Ob dies sinnvoll ist, hängt stark von der Umgebung, dem Charakter Ihrer Katze und den Risiken in der näheren Umgebung ab.
In einer ruhigen ländlichen Umgebung kann die Situation ganz anders sein als in einem Wohngebiet mit viel Verkehr. Während der dunklen Stunden sind Katzen für Autofahrer, Radfahrer und andere Verkehrsteilnehmer schwerer zu erkennen. Außerdem können sich Katzen nachts weiter von zu Hause entfernen, um zu jagen oder ihr Revier zu erkunden.
Möchten Sie Ihre Katze nachts lieber im Haus behalten? Gewöhnen Sie sie schrittweise an einen neuen Tagesablauf. Rufen Sie Ihre Katze beispielsweise gegen die Fütterungszeit ins Haus und bieten Sie ihr anschließend eine Mahlzeit, eine Spielrunde oder eine andere Beschäftigung an. So wird das Heimkommen Teil eines vorhersehbaren Ablaufs.
Ein reflektierendes Halsband für bessere Sichtbarkeit
Ein reflektierendes Katzenhalsband kann dazu beitragen, dass Ihre Katze besser auffällt, wenn beispielsweise das Licht einer Auto- oder Fahrradlampe darauf fällt. Das Rogz Beltz AlleyCat ist ein Beispiel dafür. Dieses Halsband enthält reflektierendes Material, durch das Ihre Katze im Dunkeln besser sichtbar sein kann.
Ein Halsband macht eine Katze im Straßenverkehr jedoch nicht vollständig sicher. Reflektierendes Material funktioniert außerdem erst, wenn Licht darauf fällt.
Bei Katzen ist vor allem der Sicherheitsverschluss eines Halsbands wichtig. Eine Freigängerkatze kann mit einem Halsband an einem Ast, Zaun oder anderen Gegenstand hängen bleiben. Verwenden Sie daher ausschließlich ein Halsband, das für Katzen vorgesehen ist und sich bei ausreichender Belastung öffnen kann. Kontrollieren Sie außerdem regelmäßig den Sitz und die Funktion des Sicherheitsverschlusses.
Katzenklappen und kalte Zugluft
Eine Katzenklappe gibt Ihrer Freigängerkatze viel Freiheit, kann im Winter aber auch eine Quelle für Zugluft sein. Besonders ältere Katzen und Katzen, die gerne direkt an der Klappe schlafen, können darunter leiden.
Kontrollieren Sie im Herbst, ob die Katzenklappe noch richtig schließt. Eine abgenutzte oder schlecht sitzende Klappe kann bei starkem Wind aufwehen oder ständig kalte Luft hereinlassen. Eine Katzenklappe mit guter Abdichtung oder isolierenden Eigenschaften kann den Wärmeverlust begrenzen.
Stellen Sie den Futternapf, das Trinkwasser und den bevorzugten Schlafplatz möglichst nicht direkt neben eine zugige Katzenklappe. Sorgen Sie dafür, dass Ihre Katze nach einem kalten oder nassen Ausflug ins Freie einen trockenen, warmen und zugluftgeschützten Platz zum Ausruhen hat.
Wann ist es für eine Katze zu kalt?
Es gibt keine genaue Außentemperatur, bei der es jeder Katze zu kalt wird. Wie gut eine Katze Kälte verträgt, hängt unter anderem von ihrem Fell, Alter, Gesundheitszustand, Körperzustand, ihrer Gewöhnung an das Freie und den Wetterbedingungen ab.
Eine gesunde erwachsene Freigängerkatze mit einem guten Winterfell verträgt Kälte in der Regel besser als ein Kätzchen, eine ältere oder dünne Katze oder eine Katze mit dünnem beziehungsweise fast vollständig fehlendem Fell. Auch Feuchtigkeit und Wind sind wichtig. Nasses Fell in Verbindung mit niedrigen Temperaturen und starkem Wind kann deutlich schneller zu einer Auskühlung führen als trockenes, windstilles Winterwetter.
Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt oder darunter ist besondere Vorsicht sinnvoll. Stellen Sie sicher, dass Ihre Katze jederzeit Zugang zu einem trockenen, geschützten und möglichst warmen Ort hat. Lassen Sie empfindliche Katzen bei starker Kälte besser nicht längere Zeit draußen.
Woran erkennen Sie, dass Ihrer Katze kalt ist?
Eine Katze, die friert, kann Schutz und warme Plätze aufsuchen, sich eng zusammenrollen oder die Pfoten unter den Körper ziehen. Auch Zittern kann auftreten.
Wird eine Katze sehr kalt, teilnahmslos oder schwach, reagiert sie weniger gut oder bewegt sie sich auffallend langsam, sollten Sie nicht abwarten. Bringen Sie die Katze in eine warme, trockene Umgebung und wenden Sie sich an einen Tierarzt. Eine schwere Unterkühlung kann gefährlich sein.
Achten Sie bei Frost auch auf Ohren, Schwanz und Pfotenballen. Diese Körperteile reagieren empfindlicher auf extreme Kälte.
Machen Sie das Heimkommen attraktiv
Ein warmer Platz im Haus macht es für eine Freigängerkatze attraktiv, nach einem Ausflug wieder hereinzukommen. Sorgen Sie für einen ruhigen Schlafplatz, ausreichend Wasser und gegebenenfalls eine kurze Spielrunde oder Fütterung, wenn Ihre Katze nach Hause kommt.
Für Katzen, die im Winter weniger lange draußen sind, ist es sinnvoll, auch im Haus ausreichend Beschäftigung anzubieten. Spielen, Klettern, Kratzen, Suchen und Jagdspiele helfen dabei, Ihre Katze körperlich und geistig zu beschäftigen.
Ein sicherer Winter für Ihre Freigängerkatze
Auch im Herbst und Winter kann eine Freigängerkatze ihre Freiheit genießen. Berücksichtigen Sie jedoch die kürzeren Tage, niedrigeren Temperaturen und die schlechtere Sichtbarkeit. Eine gut schließende Katzenklappe, ein warmer Platz für die Heimkehr und gegebenenfalls ein reflektierendes Sicherheitshalsband können dabei helfen.
Achten Sie vor allem auf Ihre eigene Katze und Ihre Wohnumgebung. Bei extremem Wetter, starkem Frost oder viel Verkehr kann es sinnvoller sein, Ihre Katze vorübergehend im Haus zu behalten, insbesondere nachts.
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